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Vierter Band.
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Buch XIY. Kap. 1. §. 28.

wie man bei Tiraboschi Fabricius und vielen Andern liest, son-dern auch die sechs Bücher de Causis plantarum des Theo-phrastos hat Theodoros Gaza ins Lateinische übersetzt. Drei-mal ward diese Uebersetzung in Verbindung mit seiner Ueber-setzung des Aristoteles, vier- vielleicht fünfmal separat gedruckt,zum ersten mal, wie schon erwähnt, Tarvisii per BartholomaeumGonfaloneriuin 1483 in fol. Mit gewohnter Genauigkeit verzeich-net findet man alle Ausgaben in Iloff'mann’s bibliographischemLexikon. Sodann erfuhr diese Uebersetzung mehrfache Ueberar-beitungen, zuerst von Joannes Jordanus, der sie 1552 zu Lyon in Octav besonders drucken liess, dann von Daniel Ileinsiusin seiner griechisch - lateinischen Ausgabe der Werke des Tlieo-phrastos 1(513 fol., dann die der Historia plantarum allein in dergriechisch-lateinischen Ausgabe dieses Werks von Bo d aus aStapel 1G44 fol., endlich die sorgfältigste beider Werke vonSchneider im zweiten Bande seiner Ausgabe der Werke desTheophrastos 1818.

In lange Klagen ergiesst sich die Vorrede über die Schwierig-keit der Arbeit, besonders wegen der Armuth der lateinischenSprache im Vergleich mit der griechischen, was den Uebersetzeroft sogar zur Erfindung neuer lateinischer Namen für PflanzenPflanzentheile und andre botanische Begriffe genöthigt habe;.dannaber auch wegen der zahllosen Fehler und Lücken der einzigenHandschrift des Originals, die ihm zu Gebot stand. Was GeistFleiss und gründliche Kenntniss beider Sprachen solchen Schwie-rigkeiten gegenüber vermochten, das hat Theodor geleistet. Ab-gesehen von verdorbenen und dadurch verdunkelten Stellen, liestsich die Uebersetzung beinahe wie ein lateinisches Original, ohnedass man ihr, wo nicht Mangel an Sachkenntnis oder trügerischeVorbilder zu Missgriffen verleiteten, den Vorwurf zu grosser Frei-heit machen kann. Und wer wusste zu jener Zeit von den Pflan-zen mehr als ihre Namen? wer durfte sich rühmen, auch nur diesesicher zu kennen? Zu den verlockenden Vorbildern gehörte abervor allen Plinius . Fast jede bei ihm wiederkehrende Stelle desTheophrastos gab Theodor mit dessen eigenen Worten, wodurch