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Buch XIV. Kap. 1. §. 31.
werde ich gleichfalls später zurüekkommeu. Dein ungünstigenUrtheil desselben über des Marcellus Uebersetzung schliesst sichKonrad Gesner in seiner Bibliotheca universalis von 1545 imGanzen an, von des Marcellus Connnentar dagegen sagt derselbe:„Quod vero ad linguam Graecam, authorum testimonia, variarum rerumcognitionein, Dioscoridis intellecturn, et variam exemplarium lectio-ncm, utilissimi sunt.“ Auch Haller erkennt des Marcellus Ge-lehrsamkeit an, nur als Botaniker lässt er ihn nicht gelten. Spren-gel endlich, der neueste Herausgeber des Dioskorides, findet dieUebersetzung ausgezeichnet, den Coinmentar höchst lesenswert!),und schliesst mit den Worten: „Dici paucis nequit, quam lauda-bilis sit opera ab ipso (Marcello) in exponendo et castigandoDioscoridis textu collocata. Conjecturas sagacissimas adjunxit,nonnunquam et doctos excursus, quibus alii passim auctores illu-strantus.“ Wie gegründet dies Lob sei, bestätigt der Gebrauch,den Sprengel fast Seite für Seite von der Kritik des Marcellusmachen konnte. Auch die Natur war dem Kritiker nicht so fremd,wie Haller meinte; auch in der Beziehung beurtheilte ihn Spren-gel schon in der Geschichte der Botanik (I, S. 251) weit richtiger,indem er es rühmend anerkennt, dass Marcellus oft die Naturselbst um Rath fragte, und dadurch manche Fabeln und Un-richtigkeiten, unterandern den Glauben an die menschenähnlicheGestalt der Wurzel der Mandragora, verdrängte; dass er die Natur-geschichte mehrerer Pflanzen aufhellte, und in den Apenninen sogarzwei neue Arten von Narcissus entdeckte.
Aber nicht passend stellte ihn Sprengel dem ältem NicolausLeonicenus voran, wenn gleich dieser drei Jahr später als jenerstarb. Denn Marcellus benutzte des Leonicenus Arbeit, und imCommentar zum Capitel vom Cistus sagt Marcellus ausdrücklich :„Antiquum vetusque est, quod, me adhuc puero, de hoc cistopro Plinio gravissime certarunt clarissimi viri Leonicenus, quinescio an adhuc vivat, e<rrecdae eruditionis homo, et Politianusmulti apud nos nominis etc.“ Das war im Jahr 1491, denn indiesem Jahr widmete Leonicenus dem Politianus sein erstes Buchde Plinii et aliorum in medicina erroribus, worin er dem Plinius