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Der Firsteriihimmel und seine tägliche Bewegung.
mittelst der Mikrometerschraubc t eine feinere Verschiebung bewerkstelligen.
Um den Limbus und die Alhidade gehörig wagerecht zu stellen, was manan einer in der Mille der Alhidade angebrachten Dosenlibelle erkennen kann,dienen die drei Fußschrauben (in unserer Figur find nur zwei sichtbar), welchedas ganze Instrument tragen.
Bemerken wir »och, daß die Theodolitfernrohre stets astronomische Fern-rohre sind (Lehrb. der Physik Bd. I. S. 491), daß sie also alle Gegenstände verkehrtzeigen und daß sie mit einem Fadenkreuz versehen find. An der Stellenämlich, an welcher das Bild des Objeetives zu Stande kommt, ist eine in derMitte mit einer runden Oeffnung versehenen Metaüscheibe angebracht; über dieseOeffnung sind dann zwei sehr seine Fäden (in der Regel Spinnenfäden) sichrechtwinklig kreuzend ausgespannt, Fig. 13. Will man einen bestimmten Ge-Nü- 1S - geilstand, etwa einen Stern, einvisiren, so richtet man das Fern-rohr so, daß das Bild des zu beobachtenden Gegenstandes genau inden Durchschnittspunkt der Fäden fällt. Man sieht, daß auf dieseWeise die Visirlinie des Fernrohrs vollkommen genau bestimmt ist.Will man durch das Theodolitfernrohr die Sonne beobachten,so muß man vor dem Oeular ein dunkelfarbiges Glas, das Sonn eng las,anbringen, weil das Auge ohne ein solches den Glanz des Sonnenlichtes nichtertragen würde.
Bestimmung der Mittagslinie mit Hülfe des Theodolits. Um 10
nun mit Hülfe des Theodolits die Mittagslinie zu bestimmen, verfährt man in fol-gender Weise: Man richtet das Fernrohr des Instrumentes einige Zeit, »Stunden,vor der Culmination der Sonne so, daß der Gipfel des Sonnenrandes genauim Mittelpunkte des Fadenkreuzes erscheint. Der Höhenkreis und der Horizontal-kreis werden nun mittelst der Stellschrauben h und r festgestellt und dann der Noniusdes Horizontalkreises abgelesen. Durch diese Ablesung ist die Lage der Vertiealebenedes Fernrohrs für den Moment dieser ersten Beobachtung vollkommen bestimmt.
Die Sonne schreitet nun nach Westen vor, während zugleich ihre Höhe biszur Culmination zunimmt. Nach der Culmination nimmt die Höhe der Sonnewieder ab, n Stunden nach ihrer Culmination wird die Sonne wieder genaudieselbe Höhe haben, wie zur Zeit der ersten Beobachtung. Wenn man alsoden Höhenkreis und das Fernrohr unverändert i» der Stellung gegen den Ho-rizont läßt, die sie bei der ersten Beobachtung einnahmen, so wird man, wennnahezu die Zeit von n Stunden nach der Sonneneulmination verflossen ist, dieSonne wieder im Gesichtsfelde des Fernrohrs finden, wenn man die Alhidadesammt Höhenkreis und Fernrohr um die vertieale Are des Instrumentes nach Westendreht. Zunächst wird nun der Gipfel des Sonnenrandes wieder genau hinter den ver-tiealen Faden des Fadenkreuzes gebracht und dann folgt man der Sonne, in-dem man den Horizontalkreis langsam und zwar zuletzt mit Hülfe der Mikro-meterschraube t gegen Westen fortschiebt, bis zu dem Moment, in welchem dieSonne so tief gesunken ist, daß der horizontale Faden wieder den Sonnenrandtangirt, der Gipfel des Sonnenrandes also wieder genau im Mittelpunkte desFadenkreuzes erscheint. Man liest nun abermals den Nonius des Alhidaden-