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Der Firsternhimniel und seine tägliche Bewegung.
um eine horizontale Axe B gedreht werden kann, die in zwei cylindrischen Zapfenendigt. Diese Zapfen ruhen auf Lagern, weiche von massiven steinernen Pfeilerngetragen werden. Diese Pfeiler sind für sich besonders fuudamentirt und stehenmit dem übrigen Gebäude, in welchem das Passageinstrument aufgestellt ist, inkeiner Verbindung; sie gehen frei durch den Fußboden des Zimmers hindurch,dessen Schwankungen und zufällige Bewegungen also gar keinen Einfluß aufdas Instrument haben können.
Die Einrichtung der Zapfenlager für die Are B ist aus Fig. 20 und Fig.21 zu ersehen. Das eine, Fig. 20, ist mittelst einer Schraube in verticaler Rich-tung verschiebbar, um eine vollkommene Horizontalität der Are B herstellen zukönnen; das andere, Fig. 21, kann dagegen in horizontaler Richtung verschoben
d'S- 20 -- Fig. 21.
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werden, was nöthig ist, um die verticale llmdrehungscbcue des Fernrohrs ge-nau in den Meridian zu bringen. — Zur genaueren Einstellung in den Meridiandient die Beobachtung der oberen und der untere» Culmination von Circumpo-larsternen (§. 11).
Damit nicht das ganze Gewicht des Fernrohrs auf den Zapfenlager» ruht,wodurch eine bedeutende Reibung und mit der Zeit eine Abnutzung der Zapfenund der Lager entstehen würde, ist das Fernrohr durch die Gegengewichte Dwelche den größten Theil seiner Last tragen, äquilibrirt.
Da die Sterne bei Tage mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, man siealso nicht aufsuchen kann, so muß man im Staude sein, das Fernrohr auchohne dies so zu richten, daß der zu beobachtende Stern im Gesichtsfelde desFernrohrs liegt. Man weiß vorher nahezu, in welcher Höhe über dem Horizontsich derselbe im Augenblick seiner Culmination befindet, man braucht also nur demMittagsrohre eine gleiche Neigung gegen den Horizont zu geben, damit derStern das Gesichtsfeld passirt. Zu diesem Zwecke ist das Fernrohr mit einemkleinen Höhenkreise verbunden, welcher entweder an der Are B oder, wie es un-sere Figur zeigt, seitwärts am Rohre bei <7 angebracht ist. Ein solcher kleinerKreis dient lediglich zum Richten des Fernrohrs, und nicht zum Messen der De-clination.
Das Passageinstrumcnt wird stets in Verbindung mit einer Pendeluhr vongroßer Genauigkeit gebraucht, deren Pcndelschläge deutlich hörbar sind. EinigeZeit, bevor der Stern den verticalen Faden erreicht, schaut der Beobachter nach
Müller's kosmische Physik. Z