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Erstes Buch. Zweites Capitel.
Meeresspiegel verhältnißmäßig ganz unbedeutend istdaß die ganze Erde eine Kugel sei.
Fig. 29.
so können wir schließen.
1000' ist. so ist ob = 198000', es ist also1980002
Gehen wir von dieser An-nahme aus. so können wir ausden eben mitgetheilten Werthenfür den Radius des Gesichtskreisesdie Größe des Erdhalbmessers be-rechnen. Der Kreis Fig. 29 stelleeinen Durchschnitt der Erdkugeldar. so ist np ein Durchmesserderselben, o sei nun der Stand-punkt des Beobachters, o b einedurch sein Auge an die Erdober-fläche gelegte Tangente, so sinddie Dreiecke nob und obp ein-ander ähnlich und man hatno : ob = o b : opob*
und daraus op —-.
no
Wenn die Erhebung no —
op =
1000
39204000.
Ziehen wir davon no — 1000 ab, so bleibt für den Durchmesser der ErdeD — 39203000 Fuß oder 1782 deutsche Meilen, da eine solche Meile inrunder Zahl gleich 22000 Fuß ist.
Eine solche Bcstimmungswcise des Erddurchmessers kann natürlich keinegenauen Resultate liefern.
Weitere Beweise für die Kugelgestalt der Erde liefern die sogenanntenReisen um die Welt und die Gestalt des Erdschattens, wie man sie bei Mond-finsternissen zu beobachten Gelegenheit hat; am entschiedensten aber ergiebt siesich. wenn man mit Aufmerksamkeit den Anblick des gestirnten Himmels in ver-schiedenen Gegenden vergleicht.
16 Bestimmung der Kugelgestalt durch astronomische Beobach-tungen. Im vorigen Capitel wurde bereits angeführt, daß für das mittlereDeutschland die Weltaxe ungefähr einen Winkel von 50 Graden, und also dieEbene des Acquators einen Winkel von 40 Graden mit der Ebene des Hori-zontes mache. Das ändert sich nun. sobald man nach Norden oder nachSüden reist.
Je weiter man nach Norden geht, desto mehr steigt der Polarstern in dieHöhe. während der Himmelsäquator sich in gleichem Maße gegen die Ebene desHorizontes senkt. Es nimmt also die Zahl der Sterne zu, welche nicht auf-und nicht untergehen; dagegen wird aber auch ein immer größerer Theil der