Band 
Lehrbuch der kosmischen Physik.
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Die Seime und die Beziehungen der Erde zu derselben.

Die Ebene, welche den Schatten anffängt, ist gewöhnlich eine verticaleWand oder eine horizontale Platte, auf welcher die Linien gezogen sind, aufwelche der Stabschattcn I, 2, 3 u. s. w. Stunde» vor, und 1, 2, 3 u. s. w.Stunden nach dem wahren Mittag fallen muß.

Fig. 46 stellt eine Sonnenuhr mit vcrticalcr schattcnauffangcnder Wand(mit vcrticalem Zifferblatle) dar.

Fig. 46.

Fig. 47.

Bei kleinen Sonnenuhren ist häufig der schattengebende Stab durch eineverticale Mctallplatte ersetzt, deren oberer geradliniger Rand die Richtung derWeltaxe hat. Fig. 47 stellt eine derartige kleine Sonnenuhr mit horizontalemZifferblatt«: dar.

Eine Sonnenuhr giebt natürlich nur wahre Sonnenzelt; um nach ihr diemittlere Zeit zu bestimmen, muß man die Zcitgleichung nach der Tabelle aufSeite 70 in Rechnung bringen.

Eine große Genauigkeit ist von einer derartigen Sonnenuhr begreiflicher-weise nicht zu erwarten.

Bestimmung des Frühlingspunktes. Da die Rectascension aller 33Gestirne auf dem Aequator vom Frühlingspunkte an gezählt wird (S. 28), soist es von der größten Wichtigkeit, daß nicht allein die Lage dieses Punktes,sondern auch der Moment genau bestimmt werde, in welchem der Mittelpunktder Sonne denselben passirt.

Um den Zeitpunkt zu erhalten, in welchem die Sonne durch den Früh-lingspunkt geht, bedarf es nichts weiter, als daß man an den Mittagen vorund nach diesem Durchgang die Höhe der Sonne im Meridian mit möglichsterGenauigkeit mißt.

Man hat z. B. zu Wien , für welchen Ort die Aequatorhöhc 41° 47'24"beträgt, im Jahre 1830 die Höhe des Sonnenmittelpunktes zur Zeit des wah-ren Mittags gefunden: