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gewaltigen Raum von Inner-Asien ausfüllt, doch verglei- e
chungsweise die grösste Continuität einer Erhöhung des Bo- g
dens in Plateauforni darhietet, die man in den verschiedenen p
Continenten gefunden. Ihre absolute Höhe über dem Mee- ( ]
resspiegel ist heutiges Tags noch eben so ungewiss, als es j
früher ihre horizontale Ausdehnung war; wir kennen ihre p
Höhe nur am nördlichen und südlichen Ende. Aus den kli- £
matischen Betrachtungen über die Arten der Culturen oderdie wildgedeihenden Producte des Pflanzenreichs und aus einer ukleinen Zahl von genauen Messungen mittelst des Baronie- elers und der minder sicheren Bestimmung des Kochpunktes bdes Wassers muss man schliessen, dass die Höhe des Cen - g
tral-Plateaus über dem Meeresniveau sehr ungleich undim Ganzen weit geringer ist, als bisher angenommen nor-den. Für den Theil der Gobi , durch welchen in der chi-nesischen Mongolei die Theekaravanen zwischen Khiachtaund Peking ziehen, wurde bisher in den verbreitetsten Wer-ken über physikalische Geographie und Geologie eine Höhevon 7500—8000' (1250—1333) angenommen. Die wahr-scheinlich übertriebene Messung, welche die Pat. Gerbillonund Verbiest am Berge Petscha, in der Nähe des südlichenRandes der Gobi , vorgenommen, die sehr gewagte Ver-gleichung dieses Gipfels mit dem benachbarten Hochlande undwenig beweisende meteorologische Betrachtungen scheinenam Meisten zur Annahme der obigen Zahlenangaben beige-
tragen zu haben; aber ein unter den Auspicien der Peters- . d<burger Akademie von zwei sehr ausgezeichneten Gelehrten, n<
den Hm. Georg Fuss und v. Bunge, welche die Mission ]; (
griechisch-katholischer Mönche nach Peking begleiteten, mit ^
grösster Sorgfalt ausgeführtes barometrisches Nivellement lehrt jj
uns, dass die mittlere Höhe des Plateaus höchstens 4000' g,
(etwa 670 *•) beträgt, was der Höhe der persischen Hoch- m
ebene zwischen Teheran und Ispahan gleich kommt und nur jj £