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Immanuel Kant's physische Geographie / Immanuel Kant ; auf Verlangen des Verfassers, aus seiner Handschrift herausgegeben und zum Theil bearbeitet von Friedrich Theodor Rink
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168
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»68 Physische Erdbeschreibung.

P e r s i e n.

Das?and hat vornehmlich in seinem mittlerenTheile in den Gegenden von Tauris und Schiras u. s. w. starke Abwechselung von Kälte und Hitze.Es giebt viele unbewohnte Wüsteneycn, ingleichenSalzwüftcn, die nach dem ausgetrockneten Regen-wasser, mit Salz kandisirt werden, in demselben.In der Mitte von Persien ist kein schiffbarer Strom,und es ist überhaupt so leicht kein Land in der Welt,das an der See läge, und so wenige Ströme hätte.Vom Juni bis zum Septembermonate ist die Luftüberhaupt heiter.

An dem persischen Meerbusen, in den nahege-legenen Gegenden, ist der Wind, der über die WüsteKerman kommt, brennend heiß und roth. Er istnichts anders, als der berühmte Saniiel. Die InselOcmus ist zwey Finger dick mit Salz kandisirt unddaher sehr heiß.

Das persische Geblüt ist sehr vermischt, nähm-lich von den Arabern, Tatarn, Georgianern, derenWeiber sie häufig nehmen. Daher ist in ihrer Ge-stalt, außer der Olivenfarbe, kein besonderes Merk-mahl. Die Gaurcn oder Guebern sind der Nachlaßvon der alten Nation. Zerduscht oder Zoroaster ist