Die Richtung (1er Sichtbarkeit des Polarlichts. 6B
zeigen. Vom Weissen Meere bis zu den neu-sibirischen Inseln spaltet sich die Richtungder Sichtbarkeit förmlich, da in fast ganz Sibirien das Nordlicht bald nordwestlich, bald nordöstlichvom Meridian aufleuchtet, wie Gmelin’s und Erman’sBeobachtungen und Untersuchungen darlegen. Die Ab-weichungen vom magnetischen Meridian werden oftsehr bedeutend und sind die östlichen und westlichenLichter in Bezug auf Form und Intensität sehr ver-schieden. Die westlichen bilden mehr Bogen, die öst-lichen strahlen mehr und besitzen weit grössere Inten-sität des Lichts und mehr Pracht. Von den neusibi-rischen Inseln an, über Nischne Kolymsk, dieBeringsstrasse bis zur Barrowspitze zeigen sichdie Erscheinungen stets nahe dem wahren N. Von derBarrowspitze bis zurück nach Europa wechseln dieRichtungen in den Gebieten nördlich des 50. Breiten-grades so stark, dass kaum noch eine allgemeine Rich-tung vorherrscht. Namentlich in den von Franklin,Richardson, Back u. s. w. durchforschten Gegenden amBärensee, zu Fort Entreprise, Fort lteliance,Fort Confidence u. s. w. sehen wir zwar meist einVorherrschen der Richtung im magnetischen Meridian,dann wieder im wahren, bald, wie zu Fort Normans,in keinem von beiden, sondern eher rechtwinkelig dazu;weiter nordwärts, wie im Winter Harbour, erscheintdas Licht im Süden, welche Richtung allgemein, anallen zwischen dem magnetischen Pol und dennördlichsten Grenzen des durchforschten ark-tischen Archipels bis zur Küste von Grönland hinüber und zur Nordgrenze der Hudsonsbai-länder hinab, eingehalten wird, jedoch mit bedeuten-den Schwankungen 1 , sodass die Richtung in Winter
1 In einzelnen Fällen mögen Schwankungen dadurch be-dingt sein, dass hei den Angaben nicht immer bestimmt zuentscheiden ist, ob magnetische oder geographische Rich-tung notirt ist. Es kommen indessen in allen Gegendenbedeutende Abweichungen von der mittlern Richtung, ja