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Drittes Kapitel.
wechseln und wie schön mittels dergleichen GlasstäbenfliessendeWasserstralilen nachahmen? Ohne damit irgend-eine Hypothese über die Natur des Polarlichts auchnur andeuten zu wollen, können wir nicht unterlassen,auf derartige Vergleiche hinzuweisen. Bezüglich derin sehr geringer Höhe über der Erdoberfläche beob-achteten Polarlichterscheinungen können wir nach vielemin den obigen Zusammenstellungen Niedergelegten durch-aus nicht dazu stimmen, alle die gemachten Beobach-tungen für optische Täuschungen erklären zu wollen,da doch wol nicht anzunehmen ist, dass der gebildeteBeobachter da, wo ihm Berge und Wände gegenüber-liegen, sich derartig täuschen Hesse, dass er den Berg-gipfel über der Erscheinung, das strahlende Licht inder Tiefe zu erblicken glaubt, ohne dass etwas Reellesan der Erscheinung sein sollte. Er würde doch in demFalle, dass die Erscheinung eine rein subjective, wieetwa auf Nachbildern beruhende wäre, gewiss nicht ver-säumen, wiederholt nach den verschiedenen Richtungenhinzublicken, um sich von der Richtigkeit oder Un-richtigkeit seiner Beobachtung zu überzeugen. Wie sehrman sich dagegen in Bezug auf die Höhe täuschen kann,wenn nur Wolken oder durchbrochenes Gewölk als An-haltspunkt vorliegen, beweist am besten die Schwierig-keit, mit welcher während der Nacht die Distanzenirdischer Feuer zu schätzen sind. Wenn deshalb mancheBeobachter, wie beispielsweise Krafft, aus Beobachtungenvom 24. August 1737, 25. November 1744, 22. No-vember 1746 u. s. w. scliliessen wollte, dass sich dasNordlicht zwischen den Wolken befunden habe, so darfman in solchen Fällen die Schwierigkeit der Schätzungnicht unberücksichtigt lassen. Am 17. December 1847liess sich der Verfasser im ersten Moment durch dieRötlie und scheinbare Nähe derselben derartig täuschen,dass er einen Feuerausbruch in den nächstgelegenenStrassen Amsterdams vermuthete. Am 25. October 1870zogen während des grossen Nordlichts die vom Sturmgepeitschten Wolken über Zürich her, wobei alle, selbst