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Neuntes Kapitel.
rend der milden Winter der Jahre 1821—23 zu Nisch-ney-Kolymsk das Nordlicht nicht besonders häufig;sie wurden noch seltener mit zunehmender Kälte undentwickelten sich am stärksten mit dem Eintritte hef-tiger Winde im November und Januar; niemals aberwehte nach einem starken Nordlichte der Wind heftigaus jener Gegend, in welcher dasselbe sich zeigte, wiedie Bewohner des Küstengebiets um Nischney-Kolymskbehaupten wollen. Der Eintritt der Nordlichterschei-nung in jenen Gegenden nach östlichen Winden hängtmit der gleichzeitig damit eintretenden Aufheiterungder Luft zusammen. Aehnlich verhält sich die Bemer-kung Nordenskiöld’s („Fünfte schwedische Nordpol-Expediton“, 1872—73), wonach auf Spitzbergen dasNordlicht in jener Zeit bei südlichem Winde beinahepermanent erschien; hier iin der Mosselbai, 50 ')
brachten nämlich die Südwinde die wenigsten Gewölke.An der Südküste von Franz-Joseph-Land schienen,nach Weyprecht, hauptsächlich mit nördlichen, we-niger mit westlichen Winden stärkere Nordlichter auf-zutreten als mit südlichen und östlichen. Im Floe-berg-Beach fand die Nares’sche Expedition, 1875—76, keinerlei Beziehungen zwischen Witterung und Polar-licht, während die auf der Scholle treibende Mann-schaft der „Polarisexpedition“ in der Baffin shai undin der Davisstrasse nach Nordlichtern, namentlichnach grossen Erscheinungen, Sturm erwartete und auchmehrermal bekam.
Auf den Aleuten, woselbst die Nordlichter nichthäufig sind (M = etwa 3 bis 5), wäre, nach dem Chefder dortigen meteorologischen Station, zu zweifeln, obwährend des Winters ein einziger Sturm passire, ohnedass ein Nordlicht sichtbar werde. Bei den klarenIntervallen der Weststürme sei das Nordlicht allerdingsselten („Annual Report of the Chief Sign. Officer“). Für
Erscheinungen in allen Gegenden und bei der verschieden-sten Witterung.