Buch 
A. v. Humboldt's Fragmente einer Geologie und Klimatologie Asiens / Alexander von Humboldt ; aus dem Französischen mit Anmerkungen, einer Karte und einer Tabelle vermehrt von Julius Loewenberg
Entstehung
Seite
22
JPEG-Download
 

iiesen in derselben Bedeutung) führte auch die alten Na-men Elc-lag und Ektel, beide wahrscheinlich desselbenUrsprungs. Noch .gegenwärtig soll weiter südlich, unter46° Breite, fast im Meridiane von Iidjan und Thurfan,ein hoher Gipfel, den Mongolischen Namen Alfa in niro(Gipfel des Altai ) führen. Vereinigt sich dieser GrofseAltai noch einige Grade südöstlicher mit dem GebirgeNaiman-oola, so finden wir hier ein'Querjoch, das inder Richtung von Nordwest gegen Südosl den Russischen Altai mit dem Himmels-Gebirge, nördlich von Barkulund Ilami, verbindet. Es ist hier nicht der Ort zu ent-wickeln, wie in dem Altai dasselbe, in unserer Hemi-sphäre so weit verbreitete System nordwestlicher Rich-

menogorsk befahren, in welcher der Ergufs des Granils über denThonschiefer so lange sichtbar ist. Die Eingebornen haben HerrnDr. Meyer berichtet, dafs die Narym-Berge südöstlich durch denKurtschum, Dolon-kara und Sara-tau mit dem Grofscn Altai Zusam-menhängen. Als ich in der Mitte des August-Monats in dem Ko-sacken - Vorposten Krasnojarskoi Azimuthe der umliegenden Bergenahm, sah ich deutlich in Südosten, hinter dein Zwillings-BergeZulutschoko, den mit ewigem Schnee bedeckten Tagtau, im Gebieteder Chinesischen Mongolei , also in der Richtung des grofsen Altai.

v. II.

Bei den Russischen Bewohnern Sibiriens und den Schrift-stellern über dieses Land kam der Name Altai erst spät in Gebrauch.Die erste Entdeckung der Neuen Welt Sibiriens durch Jrinak Ti-mophejew 1581 blieb weit von dem Altai zurück, und obschon dieEuropäer 1689 durch den Gränztraktat von Nerlschinsk festem Eufsin jenen Ländern fafsten, so tritt doch erst gegen Ende der Regierungleter des Grofsen, amAnfange desI8. Jahrh., der westliche Altai deut-licher hervor; doch kommt der Name des Altai bei Isbrainl Ides(1704), Strahlcnberg (1730), in dem Atlas Ilussicus der Peters-burger Akademie (1743) noch nicht vor, und obschon ihn Ginelinin seiner Flora Sibirica, Petersburg 1747 T. I. p. XX. als Gebirgezwischen Irtysch und Obi erwähnt, so führt er ihn doch in seinereigentlichen Ileise durch Sibirien , Güttingen 1751 nicht an. Gleicli-wol ist der Name Altai , Türkisch Altun, Mongolisch Allan schonim (iten Jahrhundert unserer Zeitrechnung hei den Völkern Türki-schen Stammes in Gebrauch gewesen und von den Byzantinern inI'.y.n"/ oder Jix icl, als eines xQo 00,1 offous, corrumpirl worden. Altun,Altan war übrigens auch ein Ehrentitel, und die. Altun-khanc, Al-