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Untersuchungen über die physicalische Geographie der Alpen : in ihren Beziehungen zu den Phaenomenen der Gletscher, zur Geologie, Meteorologie und Pflanzengeographie / von Hermann Schlagintweit und Adolph Schlagintweit
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VERZÖGERUNG DER VEGETATIONSENTWICKELUNG MIT DER HÖHE.

535

Zahl der Tage zwischen der Blüthenbildung und Fruchtreife.

Höhen.

Prunus Cerasus

.

Secale cereale liibernum.

Hordeum disti-chum undhexastichon.

1500 bis 2000'

51 Tage.

44 Tage.

44 Tage.

2000 bis 3000'

69

47

48

3000 bis 4000'

79

00

48 ,,

4000 bis 3000'

84

51

49

u. 5200'

57

52

Bei der Kirsche sind die Differenzen überhaupt grösser, als-bei dem Winterroggenund der Gerste; auch verändern sich dieselben weit mehr mit der Höhe als bei denletzteren; das gleiche Yerhältniss Hessen uns auch einige Beobachtungen an anderenObstbäumen deutlich erkennen. Bei den Cerealien kann man Uberdiess die Zeit berück-sichtigen , welche zwischen dem Anbau und der Ernte derselben verfliesst. Es zeigt dieselbe sowohl nach der geographischen Breite als nach der Höhe auffallende Unter-schiede. Wir verglichen mit diesen Erscheinungen in den Alpen noch einige Beobachtun-gen, welche Grisebacii *) nach Daum und Parlatore (Flora von Neapel ) mittheilte.

Pflanzen.

Orte.

Mittlere

Saatzeit.

Mittlere

Erntezeit 2 ).

Differenzder Tage.

Triticum vul-

Malta.

1. Dec.

13. Mai

163

gare hiber-

20. Mai

170

num.

Sicilien.

1. Dec.

(Palermo )

Neapel .

16. Nov.

2. Juni

198

Rom .

1. Nov.

2. Juli

243

Berlin .

299

Alpen bei 3000 F.

12. Sept.

7. Aug.

329

Secale cere-

Alpen bei 2000 F.

20. Sept.

30. Juli

313

ale hibern.

340

Alpen bei 4000 F.

8. Sept.

14. Aug.

1) Bericht über die Leistungen in der Pflanzengeographie für das Jahr 1845. Berl. 1847. S. 39.

2) Wir -wählten hier -wegen der Vergleichbarkeit mit den südlichen Stationen die Ernte stattder eigentlichen Fruchtreife; die erstere fällt dabei stets etwas später. Bei den Schwankungen in derSaatzeit der Cerealien, besonders im Herbste, können ähnliche Zahlen nur die allgemeinsten Verän-derungen dieser Verhältnisse-ausdrücken.