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Eiszeit, wo die Gletscher der Berge hinabreichten bis in dieTäler und in’s flache Land hinaus. Dreimal schoben sie ihreStirnmoränen weit vor und so finden wir heute die nördlichsteSpur des ehemaligen Rheingletschers im südlichen Württem-berg und eine Eiszunge des Rhonegletschers lagerte die Moräneab in der Nähe des heutigen Lyon .
Schon während der Eiszeit lebte der Mensch in Europa und mit dem Zurückweichen der Gletscher nahm er auch Be-sitz von unseren Gegenden. Er war Jäger und Fischer undlebte mitten in einer reichen Tierwelt, die uns freilich fremd-artig anmutet. Da gab es riesige Elephanten mit zottigem Fell(Mamut); der starke Höhlenbär, wie das Mamut ein ausge-storbenes Tier, machte dem Jäger die Höhlenwohnung streitig.Herden von Rentieren grasten in den Waldlichtungen des ebne-ren Landes, das Murmeltier liess hier und da seinen Pfiff hörenund ein Steinbock tauchte vor dem Jäger auf.
In der jüngeren Steinzeit sind all’ diese Tiere in der heu-tigen Schweiz verschwunden. Mamut und Höhlenbär warenausgestorben, Ren, Fielfrass, Elen und Eisfuchs nach Nordengewandert; Steinbock, Gemse, Alpenhase und Murmeltier nachdem Hochgebirge gezogen. Das Klima war milder geworden,die heutige Flora und Fauna hatte sich an Stelle älterer Formengesetzt.
Aber auch der Mensch hatte sich geändert. Er war nichtmehr blos Jäger und Fischer, sondern hatte gelernt, Tiere zuzähmen und den Acker zu bereiten. Er erstellte seine Woh-nungen über dem Wasser (Pfahlbauten) oder suchte Schutz inbefestigten Ansiedlungen auf dem Lande.
A. Aeltere Steinzeit oder paläolithische Periode.
Die älteste, allerdings von vielen Forschern angezweifelteSpur des Menschen in der Schweiz sind die sog. Wetzikon-stäbe aus der interglaciären Schieferkohle der Grube Schön-eich bei Unter-Wetzikon.