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Archäologische Karte des Kantons Zürich / J. Heierli ; Topogr. Anstalt Winterthur, J. Schlumpf, vorm. Wurster, Randegger u. Co.
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Zahlreicher und sicher sind dagegen die Reste der Höhlen-bewohner. Ihre Waffen und Geräte bestanden aus Feuer-stein, Holz und Knochen. Tausende dieser primitiven Objektesind in Höhlen gefunden worden, z. B. am Mont Saleve , beiLiesberg (Bern ), in Thayngen (Schaffhausen ) oder kamen unterüberhängenden Felsen zum Vorschein, z. B. in Schweizersbildbei Schaffhausen . Auch Schmuck besassen diese Leute, einBeweis, dass nicht einmal dieWilden sich in natürlichemZustande für schön genug halten, sondern, wie wir, das Be-dürfnis haben, sich zu schmücken.

Der Schmuck der ältern Steinzeit bestand in durchbohrtenZähnen, Versteinerungen, Perlen aus Gagat oder Pechkohlenu. dgl. Man fand aber auch Zeichnungen aus jener Zeit, diemit Feuersteinspitzen in Knochen oder Horn eingeritzt wur-den; ja selbst Skulpturen kamen zum Vorschein. Berühmt istdie Zeichnung desweidenden Rentiers von Thayngen , einMeisterwerk. Manche jetzt lebende Naturvölker der niedrigstenKulturstufe, wie z. B. Buschmänner, Australneger, Eskimossind ebenfalls vorzügliche Zeichner und Schnitzer.

B. Jüngere Steinzeit oder neolithische Periode.

Im Winter lSöd/öd sank der Spiegel des Zürichsees so-tief, wie seit Menschengedenken nie. Die Anwohner benutztendiese Gelegenheit, um Landanlagen zu erstellen, wozu sie das-Material dem Seegrund entnahmen. Bei dieser Arbeit kamenin Obermeilen sonderbar geformte Steine (Beile, Hämmer),Knochen- und Horn-Objekte, Scherben von schlecht gebranntenGefässen, Sämereien u. s. w. zum Vorschein und all das lagzwischen Pfählen, die so weich waren, dass sie der Grab-schaufel keinen Widerstand entgegensetzten. Lehrer Joh.Aeppli, dem die Schüler diese Dinge zeigten, erkannte, dassman auf Reste von menschlichen Wohnsitzen gestossen sei,die Jahrtausende alt waren. Er berichtete den Fund an dieAntiquarische Gesellschaft in Zürich ; der Präsident der-