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Archäologische Karte des Kantons Zürich / J. Heierli ; Topogr. Anstalt Winterthur, J. Schlumpf, vorm. Wurster, Randegger u. Co.
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aufgenommen. Die Wunden sind vernarbt, vergessen, dasGute aber ist geblieben für alle Zeiten.

Völker vergehen, die Kultur aber steigt empor!

IV. Die Schweiz unter der Herrschaft der Römer.

Im Jahre 58 vor unserer Zeitrechnung war Helvetienans römische Reich gefallen. Schon im folgenden Jahre liessCfcsar durch seinen Unter-Feldherrn Galba auch das Wallis erobern und brachte dadurch die wichtige Verbindungsliniezwischen Italien und der Westschweiz , den Pass über dengrossen St. Bernhard in seinen Besitz. Wenig später (15 vorChr.) wurde Rätien dem Römerreiche einverleibt und so wardie ganze heutige Schweiz unter dem Szepter Roms vereinigt,da Genava (Geneve) schon vorher römischer Besitz und derheutige Kanton Tessin von je zu Oberitalien gerechnet wor-den war. Bei der Neueinteilung des Reiches unter Augustus kam Helvetien zu Gallia Belgica; das Wallis wurde zuerstmit Rätien zu Vindelicien geschlagen, später aber zu einembesondern Verwaltungsbezirk erhoben. Der Rhein von seinerMündung bis zum Bodensee bildete die Nordgrenze des rö-mischen Reiches. Vom Lacus Brigantinus zog sich die Grenz-linie auf dem kürzesten Wege zur Donau und folgte diesemStrome bis zum schwarzen Meere.

Um das Land vor den Barbaren zu schützen, wurde dieseGrenze mit Wachttürmen (Speculse) und Festungen versehen.Von Stein am Rhein bis Basel sind am Schweizer Rhein über25 feste Plätze nachgewiesen worden. Drang der Feind ein,so gab ein Wachtposten dem anderndas Zeichen mit demRauch, d. h. es wurde nasses Heu u. dgl. angezündet undeine dichte Rauchwolke erzeugt. Bei Nacht aber liess maneinen Holzstoss aufflammen. Auf der Trajanssäule in Rom sinddergl. Wachttürme dargestellt und neben denselben erkenntman die Heuhaufen und Holzstösse. Da, wo Flussübergängeexistirten, wie in Stein a. Uh., Zurzach u. s. w., wurden eigent-liche Kastelle errichtet.