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Archäologische Karte des Kantons Zürich / J. Heierli ; Topogr. Anstalt Winterthur, J. Schlumpf, vorm. Wurster, Randegger u. Co.
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Im Schutze der Grenzwehren lag die römische Heer-strasse weiter im Land drin. Sie war durch Festungen nochbesonders geschützt und mit Stationen versehen, wo reisendeBeamte, sowie Truppen zeitweilig Aufenthalt und Ver-pflegung finden konnten. Wenn der Börner Helvetien be-reisen wollte, so konnte er, wie eine aus dem 4. Jahr-hundert stammende Militärkarte, die Tabula Peutingeriana , an-zeigt, einen der mit Strassen versehenen Alpenpässe Blindensüberschreiten, z. B. den Bernhardin , den Splügen oder denSeptimer-Julier und gelangte nach Curia, wo sich diese Wegevereinigten. Von Chur aus führte die Heerstrasse über dieLuziensteig und den Vorarlberg nach Brigantium (Bregenz ),während ein anderer Weg sich nach dem Walensee zog, umdann über die Zollstätte Turicum (Zürich ) die Heerstrasse beiAquae (Baden) wieder zu erreichen. Von Bregenz führte dieHauptstrasse nach Arhor felix (Arbon ), Ad fines (Pfin), Vitu-durum (Oberwinterthur ), Aquae (Baden) nach dem Haupt-waffenplatz Vindonissa (Windisch ). Ueberall hatte man fürVerbindungswege zu den Wachtposten am Rhein und für event.Rückzugslinien gesorgt. Von Vindonissa, dem Lager der Le-gion, führte eine Strasse nach dem Rhein bei Zurzach (Tenedo)und nach der Donau , eine andere nach dem starken AugustaBauracorum (Baselaugst) und Strassburg . Die Hauptstrasse aberwandte sich über Olten und Soloäurnm (Solothurn ) nach derdurch Tempel, Paläste und Theater reich geschmückten Haupt-stadt Aventicum (Avenches) und von dort nach dem Genfersee ,wo sie einerseits sich nach Genava zog, anderseits aber überVibiscum (Vevey) nach der Zollstation Tarnaia (bei St. Maurice )und Octodurum (Martigny ) ins Land der Veragrer, in derenTempel auf dem grossen St. Bernhard nicht blos die Walliser ,sondern auch die Römer dem Jupiter Poeninus dankten fürglückliche Reise.

Das römische Grenzwehrsystem in der Schweiz , das nochheute die Bewunderung der Militärs erregt, war geeignet, demLande Ruhe zu sichern und so entwickelte sich denn im alten