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In den zahlreichen römischen Ansiedlungen unseres Landesfindet man selten Waffen, häufiger Geräte und Schmuck.Da erscheinen Fibeln, Halsketten, Radeln, Ringe und Spangen.In Lunnern an der Reuss kam ein ganzer Goldschmuck zumVorschein, bestehend aus Ketten und Gehängen mit Filigran-Arbeit und eingelegten Perlen. In der Stadt Zürich wurdenim Oetenbach unweit des Lindenhofes römische Fingerringeaus Gold mit Gemmen gefunden und dabei lagen goldene Arm-spangen, die in Schlangenköpfe endigen. Bei Wettingen (Aar-gau ) kam 1633 ein Schatz römischen Silbergeschirres zumVorschein, teilweise vergoldet und mit Inschriften und Relief-arbeiten verziert. Eine Inschrift von Gully preist den Vaterdes Weins. Neben der Weinrebe haben die Römer wohl auchneue Obstsorten und Gemüse in unser Land gebracht, währendPelze, Honig, Wachs, Rheinfische und Sklaven nach Südengeliefert worden sein mögen. Im Aalbühl bei Kloten war dierömische An Siedlung mit Säulen geschmückt, ähnlich den Pa-lästen der Städte, bei Orbe (Vaud), Zofingen und Lunkhofen(Aargau ), fand man prächtige Mosaiken in römischen Villen.
In Westhelvetien wurde die römische Sprache herrschend,ebenso in Rätien . Von der römischen Religion legen zahlreicheStatuettenfunde Zeugnis ab. Besonders wurde Merkur verehrt,im Wallis Jupiter, der Göttervater. Auf dem grossen St. Bern-hard und in Aventicum fand man Votivhände, die in Tempelnniedergelegt worden waren. Wenig häufig sind die römischenGräber. Sie enthalten verbrannte Leichen in Urnen oderunter Gewölben, die aus Ziegeln errichtet wurden. MancheGrabstellen sind durch Inschrift- oder Skulpturensteine be-sonders wichtig geworden. Ein solcher Grabstein aus Alten-burg bei Brugg zeigt einen Römer zu Pferde, der über einenam Boden liegenden Feind dahinreitet. Eine Grabschrift inWindisch ist einem Arzte geweiht, ebenso eine solche vonYverdon . Aerzte aus römischer Zeit sind auch anderweitignachgewiesen. Man hat nämlich in römischen Stationen mehr-fach chirurgische Instrumente angetroffen und in Sion ist sogar