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Archäologische Karte des Kantons Zürich / J. Heierli ; Topogr. Anstalt Winterthur, J. Schlumpf, vorm. Wurster, Randegger u. Co.
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gegen den Freund, die Treue der Gattin gegen den Gemahl.Die Verluste der Burgundionen in den Kämpfen gegen Hunnenund Römer bewogen sie, sich an Aetius , denletzten grossenRömer in Gallien , um neue Wohnsitze zu wenden. Dieserwies ihnen 443 das heutige Savoyen und die Westschweiz an,wo die Römer ihnen freiwillig V 3 des Bodens abtraten. Nachund nach erstarkten die Burgundionen wieder, erhielten einenzweiten Drittel des Landes und dehnten sich gegen die Ala-mannen hin aus bis zur Aare. Nach dem Untergänge Romsschlossen sie sich zu einem besondern Staate zusammen, derdurch den grossen Gesetzgeber Gundobad festgefügt wurde.

Etwa ein Jahrhundert blieben Alamannen und Burgundionenin ungestörtem Besitze des Landes, dann begannen die Kämpfemit den Franken , deren König Chlodovecli 496 die Alamannenbesiegte und ihr Land seinem Staate einverleibte. 532 kamauch das Burgundionenland zum Frankenreiche und vier Jahrespäter Rätien . So lange die Merovinger mit Kraft regierten,beugten sich selbst die Alamannen unter das Joch, aberunter ihren schwächlichen Nachfolgern suchten sie sichfreier zu machen. Der Herzog Gotefrid , f 709, und sein SohnLantfrid , f 730, regierten wie selbständige Fürsten über Ala-mannien. Die fränkischen Hausmeier und spätem Karolingervernichteten diese Selbständigkeit, aber noch Karl der Grosse vermählte sich aus Staatsklugkeit mit einer Alamannin, die ihmdann den Tronfolger schenkte. Erst Lndivig der Deutsche be-siegte die Alamannen definitiv und machte ihr Land zum Kernseines Reiches. In die Zeit der Frankenherrschaft fällt dieEntwicklung des Lehenswesens. Die Grafschaftsverfassung tratan Stelle der alten Gau-Verbände, die Rechtspflege wurdegeordnet (Wergeid) und Karl der Grosse teilte das Reichneu ein.

Aus der Karolingerzeit sind zahlreiche Urkunden erhaltenund in denselben werden häufig Ortsnamen angeführt, die unsdie Stellen verraten, wo Alamannen, Burgundionen und Fran-ken ihre Höfe, Weiler und Dörfer erstellt hatten. Diese Hülfe-