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Kleinen gewirkt, und (lass ehedem an den Orten, wo sichheut zu Tage Basalt-Säulen linden, eine See gewesen, in de-ren ruhigein Wasser diese so wunderbaren Krystallisationenvor sich gegangen.
WERNERS Anhänger.
Die Erfahrung lehrt, wie ausserordentliche Menscheneine solche Gewalt iihen, dass jeder Verdacht: sie könntengeirrt haben, weggewiesen wird.
Die Schüler und Bekenner Werner’ s achteten sich völ-lig überzeugt von des Meisters Lehre, so dass sie von jederweitern Prüfung einer Meinung sich losszählen zu könnenglaubten, welche unter ihnen durchgängig angenommen war.Mit ihnen stimmten viele andere Gebirgsforscher darin über-ein : wie keiner der zureichend untersuchten Basaltbcrgeals ausgebranter Vulkan gelten könne, oder als Uebcrbleibseleines Stromes von Lava.
Unter denen, welche in solchem Sinnne sich mit derSache beschäftigten, verdienen mehrere höchst achtbare Ge-lehrte unsere besondere Aufmerksamkeit.
Reuss * und Rössler **, mit beharrlicher Thätigkeit,klar und verständig, beobachteten in den Gebirgen Böhmens .Der leztere nicht ohne manche Bedenklichkeiten und Zweifel,neigte sich in gewisser Hinsicht zum V ulkanismus.
J. F. VV. v. Charpentikr widmete den Sächsischen undLausizzer so wie einigen Böhmischen Basalt - Bergen diegrösste Aufmerksamkeit ***. Er behandelte den Gegenstand
* Abhandl. (1. Böhm. Gesellsch. d. Wissensch. für d. J. 1787: III. B.S. 88 ff. Mayer’s Samml. phys. Aufsiizze. B. IV. S. 313 ff. Oro-graphie des nordwestl. Mittelgeb. Dresd . 1790. Min. Geogr. vonBöhmen . Das. 1793 u. a. v. a. 0.
Bergbaukunde. I. B. S. 337 ff.
*** Min. Geographie der Kursächs. Lande. Leipz. 1778. ■— Die Aeus-scrungen, den neptunischen Ursprung der Basalte Sachsens betref-fend. linden sich besonders S. 407 ff. In Hinsicht der Böhmischen