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tig gewölbt, sattelförmig gewunden, selbst Giebeln ähnlichgekrümmt, so dass aus dieser mannichfachen Lage nicht nurein gewisser vormaliger Weichheits - Zustand der Bergkalk-Schichten hervorgeht, sondern zugleich die gewaltsamen Stö-rungen , die grossen Umwälzungen welche dieselben einstdurch vulkanische 3Iächte erfuhren, sich deutlich ergeben.Ungefähr zwanzig solcher Bergkalk-Schichten — sie sollensich * durch das nicht Gleiche der in obern und unternLagen vorkonunenden organischen Reste als verschiedenenBildungs-Perioden angehörig zu erkennen geben, — hat derGrubenbau bis jezt aufgeschlossen; denn das Gestein beher-bergt sehr reiche Bleiglanz-Lagerstätten. Zwischen den Kalk-Schichten und Bänken nun sieht man drei mächtige Trapp-Lagen , Massen von Mandelstein - Gefüge und hin und wie-der Säulen-artig abgesondert — toad - stojie oder whin sillheisst die Felsart in der Landessprache ** — die Kalk-Bänke scheidend.
Die Gegend zwischen Grange-Mill, Wensley und Dav-ley-mour ist besonders geeignet, um die gegenseitigen Ver-hältnisse zwischen Kalk- und Trapp - Gebilden kennen zulernen. Ein durch bergmännische Arbeiten aufgeschlossenesProfil (Fig. 5. Taf. XI] 1.) dessen schon Whitehurst gedenkt,möge zur Erläuterung dienen. Vom Tage nieder wurdengefunden:
Mächtigkeit.
1) Quarziger (Kohlen-) Sandstein, deutlich geschichtet,allein bei weitem nicht an allen Stellen noch vor-handen .120 E. Fuss
* So wird von H. Witham behauptet. (Mem. of the Werner, nat.hist. iSoc. ; Vol. V, p. 477.)
44 In andern Gegenden, wo dieselbe vorkommt, wird sie mit den Be-nennungen channel , black-clay, cat-dirt u. s. w. bezeichnet. —Schon Whituhurst schilderte den toad-stune als „eine schwarzeSubstanz, welche, wie metallische Schlacken oder wie IsländischeLaven, mit kleinen Höhlen durchdrungen sey.“ — Pearson, welcherder Erscheinung in seinen Obserrations and experiments on Duxtunwater etc. gedenkt, spricht von Lavenströmen, die in sehr alter Zeitmitten durch den Kalk hervorgebrochen.