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muthmassliehes und nur das gilt als entschieden, dass Ge-bilde über andere hinaus verbreitet für die neueren zu ach-ten sind. Selbst das relative Alter ist ein Problem, dessenLösung bloss innerhalb gewisser Grenzen zulässig. Diejeni-gen Felsmassen, denen bestimmte Altersfolge verliehen,scheinen sich indessen vor Allem zu eignen, um ein Urtheilüber das Ungleiche der Perioden zu erlangen, in welchenBasalte entstanden. Der aus frühester Zeit in geognosti-schen Lehrweisen anerkannte Saz: das Deckende kann nichteher an seine Stelle gekommen seyn, als das Bedeckte,sollte bei basaltischen Strömen und bei Lager-artigen Basalt-Massen eben so entschiedene Gültigkeit haben, wie bei dengegenseitigen Alters-Verhältnissen geschichteter, in regel-rechter Ordnung abgesezter, Lagen. Aber die Lag ern-ähnlichen Basalte sind nicht selbstständig. Wir habenuns davon überzeugt, dass sie stets als abhängig von den inmehr vertikalen Spalten oder Weitungen aufgestiegenengleichnamigen Massen angesehen werden müssen. Die Al-ters-Beziehungen der erstem sind folglich nicht abgesondertzu betrachten, sondern nur in Verbindung mit leztern. —Basaltische Ströme verhalten sich genau wie Laven-Ergüsse neuerer Feuerberge 5 durch vulkanische Gewaltenemporgehoben bis zur Stelle, wo ihr Austritt ins Freie er-folgte, lagerten sich dieselben sehr zufällig über diesen oderjenen Gesteinen, abfallend von dem Punkte, wo sie ausilos-sen. — Gang-artige Basalt-Gebilde endlich sehenwir in den verschiedensten Landstrichen fast sämmtlicheFels-Lagen durchschneiden, neue Bänke der diluvianischenGruppe, wie die ältesten Schichten von Grauwacke oderThonschiefer. Wollte man die Basalte scharf sondern nachden Alters - Beziehungen der sie umschliessenden geschichte-ten Massen, wollte man dieselben den mannichfachen neptu-' nischen Bildungen gleichsam parallel aufstellen, so würden,ohne JNuzzen und häufig mit sehr schwankendem Anhalten,zahlreiche Unter-Abtheilungen nothwendig werden. Wie lässt