Band 
Zweite Abtheilung.
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gebrannten Madreporen-Kalkes. Dem Ankerplaz von Santa-Cruz gegenüber erhebt sich der Tinliio- Berg, der zum Theildurch Schichten eines thonigen Gesteines gebildet wird. wel-che das Aussehen gewaltsamer Aufrichtung tragen; von derhorizontalen Lage wechseln dieselben bis zur senkrechtenStellung. Hin und wieder kommen Haufwerke von Konglo-merat-Kugeln in halb zerseztem Zustande vor und Blöckebasaltischer Laven. Von Agat bis Umala minder hohe Bergevon röthlichem Tuff mit einzeln eingemengten Bruchstückenfester Laven. Jenseit der Facpi - Spizze, von einem Laven-strome gebildet, nimmt man einige andere Ströme wahr, wel-che bis ins Meer vergeschritten sind. Die von Wasser be-deckten Spalten des Stromes der Facpi - Spizze zeigen sichmit Achaten erfüllt, denen hin und wieder kleine kugelichteMassen grünen Speksteines (?) sich beigesellen. Der Sandmehrerer nachbarlicher Bäche ist durch Olivin - Körnchengrün gefärbt. Der Boden um Umata längs der Meeresuferund bis unter den Wasserspiegel hinab, besteht aus Strömenschwarzer dichter und blasiger Laven. In den zahllosenkleinen Weitungen lezterer sind Mesotyp - Ausfüllungen sohäufig, dass diese Substanz um mehr als die Hälfte in dieZusammensezzung des Gesteines eingeht.

Eine andere denkwürdige Erscheinung hat die TuguatnSpizze aufzuweisen, welche das südlichste Ende der Buchtvon Umata ausmacht. Hier sieht man die Trümmer einerbasaltischen Wand die, bei geringer Mächtigkeit, wenigstensSO Fuss Höhe gehabt haben muss. Die Säulen-förniigen Ab-sonderungen sind sehr regellos *; allein es ist diess die einzigeStelle auf der Insel, wo der Basalt solche Gestalten an-nimmt. Mesotyp-Einschlüsse enthält der Fels in seinen nie-

* j) Les retraits prismatiques se sont fait en travers , sagt Quoy ;heisst das mit andern Worten: die Säulen liegen wagercclit, so istwohl kein Zweifel, dass man ein in Hangendem und Liegendemcntblösstes Gang-Gebilde vor sich habe.