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dern Theilen viele, krystallisirt zeigt sieh jedoch das Minei’alnur in den vom Meere bespühlten Stellen.
Der Ilihiu- Berg, der erhabenste Punkt auf Guam , wirdvon drei Kegel-Spizzen gebildet, denen noch andere minderbeträchtliche Hervorragungen verbunden sind. Hier dürfteder Herd der grössten Eruptionen dieses Berg-Systemes ge-wesen seyn; denn mehrere davon abziehende Zweige schrei-ten als Laven-Ströme dem Ufer zu und verlieren sich end-lich im Meere. Die zerstörenden atmosphärischen Einwir-kungen müssen indessen schon seit sehr langer Zeit ge-wirkt haben, auch nicht eine Spur des Kraters blieb sicht-bar. Aus der Mitte einer durch rothen Thon überdecktenEbene von geringer Ausdehnung steigt ein kleiner Kegelvulkanischen Tuffes empor. Bruchstücke fester und zerreib-licher Laven, Kalk-Trümmer, Muscheln, Madreporen unddazwischen einzelne Hornblende- [Augit ?] Krystalle sezzendie Masse zusammen.
Unfern des Dorfes Ynarahan endigt das vulkanischeGebiet mit den Dandan- Hügeln. Auch hier bezeugen man-che Phänomene die Wirksamkeit unterirdischer Feuer. AmWege von Pago nach dem Hause des Alcade von Ynarahanliegen zahllose grosse eckige Blöcke und gewaltige Kugelnvon Basalt über Tuff zerstreut. In geringer Entfernung einLager weissen Mergels, durch Feuer stark angegriffen, ob-wohl die wenig geneigten Schichten ziemlich ungestört ge-blieben.
In der nördlichen, der kalkigen Hälfte unserer Inselwerden an mehreren Punkten einzeln zerstreute Laven-Kugeln und Basalt - Blöcke gefunden; als eigentliche Erup-tions-Stelle aber kennt man nur die Gegend von Santa-Rosa.Hier stieg ein Kegel, wie es allen Anschein hat sehr ge-waltsam und plözlich, durch Kalk empor, dessen Lagenmannichfach zerstückt, gebogen und aufgerichtet worden.Bruchstücke des Gesteines sieht man bis zum Gipfel geho-ben und ganze Madreporen werden hier getroffen. Die