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Allein ein solcher Glaube ist irrig: denn man weiss,dass ein üppiges Pflanzen-Wachsthum, ein zahlreiches undmannichfaches Thierleben bestanden und dass alle diese Or-ganismen unter Mitwirkung vulkanischer Mächte zu wieder-holten Malen zerstört worden.
Obwohl die ältesten Vulkane der Auvergne und anderernachbarlicher Gegenden auf der-Oberfläche von Süss Was-ser-Kalk-Ablagerungen ihre Laven ausbreiteten, so findetman dennoch minder häufig Beispiele , dass sie über j ü n-g e r e F1 u t h 1 a n d - G e b i 1 d e sich e -gossen.
Wir wollen einiger besonders denkwürdigen Vorkomm-nisse erwähnen.
Doue - Berg im Becken von Le Puy .
Am Dowe-Berge, eine vereinzelte Höhe im Becken vonLe Puy , ruht, 2400 F. über dem Meere, ein Basalt-Pla-teau auf einer Lage von Rollstücken, unter welcherbasaltische Trümmer-Gesteine auftreten, Fragmente von Ba-salten und Schlacken durch vulkanisches Zäment gebunden.Die Brekzie sezt steile, zum Theil überhängende Felswändezusammen. Sie wird von einer Sandschicht getragen 5 so-dann folgen einige Glieder der Gr ob k alk-Gruppe, Theil-ganze von im Thale vormals weit und zusammenhängendverbreiteter Gebilde, die obere Lage mergelig, die unteremehr thonig. Als Grund-Gebirge erscheint endlich Granit.
Plateau von Solignat.
Am Plateau von Solignat im S.W. von Issoire amCWze-Ufer ruht, in ungefähr 2000 F. Meereshöhe, eineBasalt - Ablagerung auf einer Rollstücke umschliessendenGruss-Schicht. Der Geschiebe sind nicht viele und die mei-sten stammen von sogenannten Ur-Gesteinen nächster Umge-gend ab; nur einzelne gerollte Massen von Süsswasser-Mer-geln zeigen sich ihnen untermengt. Vom tiefer liegendenReibungs-Konglomei’at — ein sogenanntes Urfels - Trümmer-