Band 
Zweite Abtheilung.
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Grunnde eines vorzeitigen Sees zugefiihrt zu betrachten, derdurch das Material, woraus die Fluthland-Hügel und Bergebestehen erfüllt worden ? Kamen die Geschöpfe in Folgeeiner, auf diese Gegenden beschränkt gebliebenen Ueber-schwemmung um, oder durch allgemein ausgebreitete Flu-then? Wurden ihre Reste durch Meeres - Wasser, vielleichtaus fernländischen Klimaten herbeigeführt?

Für die leztere Meinung sprechen zwar manche That-sachen; das Zusammen-Vorkommen von Gebeinen sehr ver-schiedener Thier - Geschlechter und Gattungen, so wie derUeberbleibsel von Einzelwesen der mannichfachsten Alter-Stufen u. s. w. Dagegen widerstreitet solcher Ansicht derUmstand, dass die Gebeine, wie erwähnt, zwar gebrochensind, aber nie abgerollt; selbst den zärtesten Theilen ver-blieb ihre Schärfe; von fossilen Erzeugnissen aus dem Meereabstammend, wurde unter denselben keine Spur gefunden;die Thiere würden, hätten sie bei steigenden Wassern Ret-tung gesucht, auf Berges - Höhen geflohen seyn und mantrifft ihre Reste in der Tiefe von Gründen begraben. End-lich sind auch Art und Weise, wie die Thäler entstandenseyn dürften, solcher Hypothese nicht günstig.

Die sandigen Lagen , die Gruss - und Gerolle - Bänke,welche die Knochen führen, enthalten nur wenige Trümmerund Geschiebe vulkanischer Gesteine. Sie scheinen dasW^erkmehr gemässigter Wasser - Wirkungen und nicht durch Ue-berschwemmungen von grosser Heftigkeit entstanden. DassEinzelwesen Opfer von örtlichen Ereignissen der Art ge-worden, leidet keinen Zweifel, aber die Menge von Gebei-nen wurde nicht auf solche Weise fortgeführt, sonst müsstenAbzeichen erlittener gewaltsamer Reibungen in Häufigkeitvorhanden seyn.

Auch die Hypothese eines verschütteten Sees lässt sichmit manchen Verhältnissen der Gegend nicht vereinbaren.

Die Thiere scheinen demnach die Gegenden bewohntzu haben wo sie umkamen. Auf sandigen Ablagerungen