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ifiit mergeligen, thonigen und kalkigen Schichten und dieganze Ablagerung nimmt ihre Stelle über Jurakalk ein.IVas den G y p s besonders auszeichnet, ist der Umstanddass derselbe, neben Säugethier-Gebeinen Knochenvon Wiederkäuern und Bruchstücke eines Rauhthier-Schädels — und den Kernen einer H elix-Art, auch Reste ei-ner bis jezt nicht bekannt gewesenen Land-Schildkröte*enthält. Aus der Tiefe aufsteigend erhob sich der Basaltdurch den Jurakalk und durch das Siisswasser-Gyps -Gebil-de hindurch. Der Gyps soll, diess weiss ich aus Aeusse-rungen meines Freundes Studer, in der Nähe des Basalteseben so auffallend in Gypsspath umgewandelt seyn, wie detdichte Kalk, unter ähnlichen Verhältnissen, sieh als Marmordarstellt **.
Am yBus-Berge bei le Puy im Velay treten basaltischeTrümmer-Gesteine als Bedeckung von tertiärem Gypse auf.Der Rocher Corneille, dessen erhabenste Stelle nach Arnaudeine Seehöhe von 757 Metern hat, krönt den Zfnts-Bergund bildet eine ungemein mächtige aus vulkanischen Brek-zien bestehende Ueberlagerung des Gypses und des Siiss-wasser-Kalkes. Der Gyps, mehr und weniger feinkörnig,auch faserig, wird häufig von Gypsspath-Adern durchzogen.
*Von Bronn als Testudo antiifua beschrieben. Acta Acad. Caes.heop. Carol. Nut. Cur. Vol. XV, P. 2, p. 203 etc.
** Der Herbst 1831 war zur genauen Untersuchung dieser so interes-santen Thatsache von meiner Seite bestimmt gewesen. Zwar istdie Begrenzungs-Stelle zwischen Gyps und Basalt seit mehrerenJaliven verschüttet, allein die Aufmerksamkeit, welche ein erhabenerFreund und Vertrauter unserer Wissenschaft, der Herr Fürst zuFürs tenberg Durchlaucht, meinem Vorhaben gnädigst ver-gönnte, würde jene Hindernisse leichter haben beseitigen helfen.
Bh kann
nicht zuliessen mich für längere Zeit von Heidelberg zu entfernen.Im nächsten Frühjahre hoffe ich das Versäumte nachholen zu kön-nen und werde sodann den verehrten Lesern vom Ergebnisse mei-ner Forschungen im Jahrbuche für Mineralogie Rechenschaft geben.
nur aufrichtig bedauern, dass Umstände eintraten, welche