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Von den, allem Vermuthen nach hierher gehörenden, Kalk-Gebilden Mexiko’S ist es wahrscheinlich, dass sie nach denmeisten dortländischen Basalt-Ausbrüchen abgelagert worden.Selbst einige der jüngern basaltischen Laven sollen demInnern der Kordilleren noch vor der Bildung jener Felsar-ten entflossen seyn; andere brachen während oder nach demNiederschlage der Kalke hervor *.
Süsswasser-Gyps in Hegau und im Velay.
Das Zusammen-Vorkommen von S ii s s w as s*e r- G y p s— dem sogenannten Knochen- führenden Gyps —und von basaltischen Gebilden gehört zu den minder gewöhn-lichen Erscheinungen. Der Hohenhöwen im Hegau und derAnis- Berg bei le Puy im Velay haben Thatsachen aufzuwei-sen, welche hier zunächst Erwähnung verdienen.
Das Hegau , an der Schweizer - Grenze des i?ßtfera’schenOberlandes , ein durch mannichfache geognostische Erschei-nungen ausgezeichneter Landstrich, mit Reihen hoher koni-scher, seltsam gestalteter Berge aus Basalten und Phonolithenund den sie begleitenden Trümmer - Gesteinen ** bestehend,verlangt vor Allem unsere Beachtung.
Der Süsswasser-Gyps am Hohenhöwen unfern En gen *** wechselt in. Bänken von 2 bis S Fuss Mächtigkeit
* Burkart, Karsten’s Archiv für Min. B. III, S. 126.
** Auf die vulkanische Bildungs-Art dieser Konglomerate hatte schonSelb hingewiesen. (Neue Schriften d. Gescllsch. nat. Fr. zu Berlin .IV. B. S. 400 ff.)
non Erst vor j 4 Jahren verschaffte ein Zufall die Kenntniss vom Vor-hantleuseyn des im Ganzen so sparsam verbreiteten Gebildes. Hef-tige Regengüsse verursachten im Jahre 1816 und 1817 beträchtlicheEinstiirzungcn am östlichen Berg-Gehänge. Eine basaltische Massewurde dadurch auf eine Höhe von 400 F. und mehr als 5000 F. inder Breite entblösst und mit ihr zugleich das Schichten - Profil, inwelchem der 'Süsswasser-Gyps zu sehen ist. Eine genauere Schil-derung lieferte von Althaus in Mem. de la Soc. d’hist. nat. deStra.si). T. I, p. 1. (D).