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[Siebenter Band. - Neunter Band.]
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lcs Fremdartige, als Erde oder Steine, wegzubringen.Man wiegt nun 8 Pfund ab, und bringt es in ein irdenesErfaß oder eine Pfanne, die weit, aber nicht tief, seynmuß. Hierzu gießt man 40 Pfund von einem urinösenGeist (die Bereitung desselben soll nachher angegeben wer-den) über, rührt es wohl durch einander, und bedckt dasGefäß mit einem Tuche und hölzernen Deckel, um dasVcrdünstcn des Urinösen Geistes zu vcrhüicn. Jeden Mor-gen rührt man die Mischung durcheinander, weiche »acheinigen Tagen eine purpurrothe und endlich eine blaueFarbe annimmt. Man laßt sie 14 Tage in den Pfannen,und bringt sie sodann in einen bleyccnen Kessel, dckt die-sen sorgfältig zu und rührt das Gemisch alle Morgen um,wie vorher. Nach Verlauf eines Monats ist die Farbezum Gebrauch fertig.

Vorzügliche Aufmerksamkeit erfordert die äußereTemperatur. Zu große Wärme oder Kalte verdirbt dieFarbe. Man thut daher am besten, wenn man sie in ei-nem unterirdischen Gewölbe, welches im Sommer kühlund im Winter warm ist, bereitet. Zu bemerken ist, daßsie von schlechter Beschaffenheit ist, wenn sie eine lehmigteoder braune Farbe annimmt, und daß man ihr durch nichtsdie gehörigen Eigenschaften wiedergeben kann. Um einensolchen Zufall aber zu verhüten, setzt man auf 8 PfundMoos i Pfund Küchenfalz zu 1 Pfund Salpeter. EinigeFärber sehen es gern, wenn die Orseille roth, andre wennsie blau ausfallt; allein ihre eigenthümliche Farbe ist einedunkle Purpurröthe, die zwar vergänglich, aber ungemeinschön ist.

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