Zwerg«
palme.
Größe.
Ge-
brauch.
Jbre
Häupter
oder
Epros-
ftn.
f 6 Erste Classe. Erste Abtheilmig.
einer dünnen Scheide oder Kappe bedeckt ist, die abfallt,wenn die Büschel sich ofncn. Die Frucht, welche dieZwittcrblumen bringen, bestehet in drey kugelrunden Bee-ren, von denen jede einen einzelnen Kern in sich schließt.Diese Palmen pflanzen sich meistens durch die Häupterfort, welche sich von der Hauptwurzel absondern. Wennman sie aber aus dem Saamer- ziehet, so gehet dieser ineiner taugliche» Erde und bey gehöriger Warme nachzwey Monathen auf, und kommt alsdenu inic einem ein-zelnen langen zugespitzten Blatt zum Vorschein.
-Ob man aber schon bey diese» Zwergpalmen meistensda, wo sie einheimisch sind, nnd auch sonsten, wie vorhingemeldet worden, beynahe keinen Stainm bemerket, odersolchen zinn wenigsten so niedrig findet, daß er nicht übereinen Schuh oder eine Elle hoch ist; so versichert dennochHerr HöUttUYN, daß ihre Stamme in den Garten zuAmsterdam viel hoher seyen; in dem mcdicinischcii Gar-ten daselbst fand er den Staunn wenigstens drey Fußhoch, und die Blatter samt ihrcin Stiel beynahe von ebender lange. In den akadeinischcn Garten zu leiden undUtrecht sind sie noch höher. Ja man berichtete ihm, daßsich gegenwärtig in Utrecht männliche und weiblicheZwergpalineu bcfiiide»; und daß der Stainm der männ-lichen sechs Fuß hoch und dritthalb Fuß dick, der weibli-chen aber zchen Fuß hoch und andcrthalben Fuß dick seye;doch habe eine andere, welche im Jahr 177z das erstemaldaselbst gcblühet hat, fast gar feinen Staunn, und dochbey sechs Schuh lange Blatter.
Die Blatter dieser Palme» werden zusammen ge-bunden, und alg Besen gebraucht, auch werden, wie auSBast, allerhand geflochtene Sachen daraus verfertiget.Jbre Wurzel, welche sich sehr stark ausbreitet, wird inden Städten verkauft, und, nachdem man die Rinde da-von abgeschälet, roh gegessen.
Diese Zwergpalmen kommen auch in verschiedenentheilen von Italien, an der Secküstc vor. Man nen-net sie in Sicilien wegen ihren wedelförmigcn Blatter»
Xiuma-