70 Erste Classe. Erste Abtheilung.
Schirm» gehalten, und wie in einer Scheide eingeschlossen. Dielaiine. Blatter sind der Farbe nach anfänglich gelb, hernachlichtgrün, und bleiben immer viel glatter und bleicher,als die von dein wilden fontarbaum, von denen sie auchdarinii verschieden sind, daß sie einen ganzen Ring aus-machen , und bey dem Stiel nicht offen sind.
Dieser Baui» soll bor seinem drcyßigstcn oder vier-zigsten Jahre nicht blühen, und in demselben Jahr, nach-dem er Früchte getragen hat, absterben; daß er also inseinem scben-nicht inehr als ein cinzignial Blüthen undFrüchte hat. Zwischen den Zweigen oder Blatsticlcnkommen nämlich alsdann, wieIstwlpl) berichtet, aus gc-wiffcn Schöffen, dünne, rbthliche Stiele hervor, welcheniederwärts hängen, und ungefehr drey Fuß lang sind.Es scheint, Lllineus habe diese Stiele durch die Fadenandeuten wollen, von welchen er sagt, daß sie sich zwi-scheu den Blattern befinden; wenigstens thut Isumphdie geringste Meldung nicht von solchen Fäden zwischenBad H E,m ® (ra ^ en der Blatter, als sich bey dem wilde» Lontar-si§. 2. ' bäum befinden. -Oder sollte man etwa diele» Baum mitdem gegenwärtigen verwirret Habens Wenigstens hatHerr R> £. BurmailN (Flor. ind. p. 2 .) die i aUmaZeylanica, wovon ehcmalcn Herr I. Kmmaimgesagt hatte, daß sie beym sinneus Corypha heisse,setzo als eine Verschiedenheit zu den 6oradu8 gerechnet.Dem sey aber wie ihm wolle; an den gedachten faden-förmige.'. Stielen wachsen knougc Blüthen, worauf run-dc Früchte folgen von der Größe einer Musguetenkugel,welche an krummen Stielen büschelweise bey einandersitzen. Diese haben einen solchen Kern, wie die Fruchtder wilden Lontarbämne, doch sitzt oben eine kleine Spi-tze daran. Auch sind sie init einein Hautlein und zarrcnFleische bekleidet, und haben anfänglich eine goldgelbeFarbe, welches dem Baum, nebst der Schönheit seinerBlatter, ciii unvergleichliches Ansehen giebt; dieser Prachtaber vergehet gar bald wieder, denn den folgenden Tagsind diele Früchte bereits schwarz und haben alsdenn nur