z. Gatt. DieSchkrmpalme. Lor^pKa. 7!
ein mehliges trockenes Fleisch. Unter dieser schwarzen Schirichholzigen Cchaale liegt sodann ein weisser harter Palme.Kern, tvclcher aber nicht eßbar ist. Ob sich, wie esnach dieser Veschreibung fast scheint, männliche und weib-liche Blumen an einerley Stamm befinden, oder ob dieGeschlechter gctrcnnet sind, ist noch nicht eigentlich be-kannt.
Die Blätter dieser Baume werden in Ostindien hau-fig zu Sonnenschirmen gebrauchet, wozu sie auch, wiegesagt ist, sehr bequem sind; und mau konnte sie wohl f, ecnatürliche Parasols nennen. Zu dem Ende werden ihre Blatter.Stralen zusammengezogen, damit unten einige Höhlung»der Wölbung entstehet, und der Stiel, nachdem manihm seine scharfen Zähne weggenommen hat, dienet ;neniem Stock, den Pabasol daran zu tragen. Wenn diejungen Blätter von den erst atifgeschossenen Stammen ge-trocknet und einigermassen zubereitet sind, so dienen sie zuPackpapier. Sie sind alsdann iveißlich oder strohfarbig, undkönne» so dünn als chinesisches Papier gemacht und langeaufgehoben werden. Von dem Holze machen die Malcyerund die in Agvll Hefte zu ihren Wurfspießen. Auchhat dieser Baum eben so wol, als andere Palmbanme,einen eßbaren Kohl, den die Holländer Palmiet nennen.
Zu der Gattung des SanbublNIMs wird vomRumpl) auch der Licuala gerechnet, welcher zu Ma- *casar wachset, und auch auf der Insel Bocro lind sonstcngefunden wird. Dieser wird nicmahlen ein vollkomme-ner Baum; sei» Stamm ist nicht viel über sechs Fuß hochund kaum Arms dick, und in Absätze eingetheilet. Obcirträgt er sechs Zweige oder Stiele, welche fünf bis sechsFuß lang und kaum so dick sind als ein kleiner Finger,und an der untern Helftc an den Seiten auch scharfeZähne oder Dornen haben. Ein jeglicher Stiel trägt einausgebreitetes und in funfzehcn Straft» gespaltenes Tlat,welche alle bis an den Stiel hin von einander abgesondertsind. Ei» jegliches Btat hat ungefehr drey Fuß im
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