L. Gart. Die Arecapalme. g^rees. 149
zeit fecTmrf.id;eti, oder zum Beyschlaf rechen; der söge- Acecq«nannten Vcsdubcrnngen, welche die Indianer damit l>auM,treiben, nicht zu gedenken. Es ist daher in Indien einsehr gemeines Sprichwort entstanden, trenn man jemandauszehren sieht, daß man sagt: Er hat irgendwo Pi-nang' bekommen. Insonderheit beschuldiget man di«indianisch en Weibsbilder, daß sie sich auf solche Weis«aus Eifersucht an ihren Liebhabern rächen.
Die Blatter und die Blarsticle, auch die Blumen»scheide und das netzförmige Gewebe, tvelchcs unten attden Zweigen hangt, gebraucht man, um Kbrbleiu,
S'cke, Büchsen, oder Tabakrrollen daraus zu vcrfer»sigen.
Aumph berichtet, daß es von den zahmen Areca- Tortenoder Pinaiigbaumen drey Sorten gebe, unter denen aber der zah»auch noch einige Verschiedenheiten seyen. l) Beyder- »>cnjenigen Sorte, welche die größten Früchte trägt, undauf malcyisch Pinang - Calappa gcucnnet wird, sind ^ ’
dieselben so groß, als ein Gänsccy, und wenn sie voll-kommen reif sind, aussen vollkommen rund, und mitgrauen Streifen versehen. Die Nuß ist großer und lang-sicher, als die gewöhnlichen Arrcaiiüffe. Der Baum isthöher, und mehr den Kokosbamnen ähnlich; auch wach-sen seiiie Blu.menbüschel eben so, wie bey diesen, zwischenden Blättern Herfür. Man stndct diese Sorte in Men-ge auf der Insel Eelebes. z) Die weißen Pinang -oder Arecanüssc, welche im Maleyischcn Pinang-Poetiheißen, und die besten und gebräuchlichsten sind, kommenvon dem Baume, welcher hier zuvor beschrieben und inder Abbildung vorgestellet ist, dessen Früchte wie Enten- „oder wie große Hühncreycr sind, und, wenn sie voll-kommen ausgewamsen, eine oraniengclbe Farbe haben.
''Die Nü^e «wo kurz und dick, und nach ihren übrigenEigenschaften oben schon best rieben worden. DerSramm ist hellgrau; seine Absetze stehen dichter übcr-eiiiaudcr, als bey des folgendem Sorte; und piiK Bläk-
5v 3 irr