6. Gatt. DieTannenpalme. Lkats.
gewöhnlichen Trank daraus zu machen, gießt man ihn Tanneu«in große Zöpfe, und thut, gleichwie bei) dem Bierbrauen, Palm?,etwas darunter, welches ihm, mittelst der Gahrung,einen herben und bittern Geschmack gibt; zu welcher Ab-sicht vielerlei) Wurzeln oder Rinden, ja auch Arzney-krauter gebraucht werden, wie es einem jeden gefällig ist,oder der Geschmack des Landes es init sich bringt. Wenn >man ihn einschenkt, so inuß er ein wenig springen, wieeiii junger oder neuer Wem, aber schäumen darf er nicht.
Die Neuangekommenen Europäer haben anfänglich einenAbscheu vor diesem Getränke; man hat aber gesehen,daß sie nachher» so daraufverleckert worden, daß siedenSagncr dem Wein vorzogen. Dieser Sagucrtrank abermacht lcichtlcich trunken, und bekommt nur starken Per-sonen wohl, und denen, welche hart schlafen und sich vielbewegen; diejenigen aber, welche viel dabey sitzen w"s-sen, oder zu viel davon trinken, bekommen von demMißbrauch desselben ein aufgedunsenes und blasses An-sehen, verdorbene Safte, und verlieren den Appetit,worauf endlich die Wassersucht, oder eine Lähmung fol-get, welche die Indianer ßeribcri nennen. Bey eini-gen Personen verursacht er öfters durch seine Schärfeeine» Blutfluß, welcher schwehr zu stillen ist; und aufeine von dem Saguerwcin entstandene Trunkenheit folgengemeiniglich starke Kopfschmerzen. Gleichwohl ist dißder gewöhnliche Trank der Indianer auf den mvlucci-schen Inselner bringt ihnen auch nicht viel Nachtheil,es seye nun, daß sie entweder keine Erecssc darinn ma-chen, oder daß ihre Leiber starker sind. Mäßig getrun-ken treibt er den Schweiß und Urin, auch kann maueinen sehr guten Eßig davon machen.
In Java und Baly ist der Saft, so aus dem Sa- Zuckergucrbanm gezapft wird, viel dicker und fetter, als in und SytAmboina. Man gebraucht denselben auch daselbst mci-stcns, „m einen Zucker davon zumachen, welchen manschivarzen Zucker nennet, und der gcineiniglich ltttf dem ausdem Zuckerrohr gemachten Muscovado vermischt wird.
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