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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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199
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12. Gatt. Der Oelbaum. olea. 195

fnthaltcn ist, und durchs Auspressen daraus bereitet wird. Giro«Dasselbe ist aber nach den mancherley Sorten der Oli« paischervcn, nach dem Land und Bode», wo sie wachsen, und £ c l*nach der Art und Weise, wie man sie behandelt, un- vaum.gemein verschieden. Aus den reifen Oliven erkalt manmeistens ein bellcs, flüßigcs, feines und süffcs Baum«öl, das aus den unreifen hingegen ist grün, Herbundbitter. Cs gibt aber nach dem Grad ihrer Reife, oderje nachdem unter den reifen mehr oder wenigere unrei«fcrc vermischt sind, verschiedene Miirclsvricn; auch istdasjenige, weiches zuletzt und mit Gewalt hecausgcprcßtwird, trüber und schlechter, als das andere. Das guteund süße Baumöl wird nicht nur zum Brennen und zuden Speisen in der Hausbalrung gebraucht; sondern esist auch in der Arzneykunst, als ein linderndes undschmcrziiillcndes Mittel, innerlich und äusserlich in man«chcn fallen dienlich. Beym innerlichen Gebrauchaber ist zu bemerken, daß cs, wenn cS übermäßig ge«nommcn wird , gleich andern fetten Dingen zu viel er«schlappt, und im Magen Ucblichkeit und Erbrechen vcrur«sacht. Das Oel von den Früchten des wilden Oclbaumswird in gewissen Fallen von einigen zum ausscrlchcn Ge-brauch vorgezogen. Die Hefe von dem gemeinen Baumölwird auch bey äußerlichen Schaden als ein linderndesund auflösendes Mittel gebraucht; wenn man dieselbeunter den Kalk menget, so soll das Gemäuer dadurchnicht nur desto besser vor den Wirkungen der Feuch-tigkeit, sondern auch vor Ungeziefer verwahrt bleiben.

Die Kerne aus den Früchten und die Blatter sind, heutzu Tage wenigstens, von keinem sonderlichen Gebrauch.

Das Olivcnholz ist sehr schön grünlichtgelb mit ^schwarzen wolkichtcn Flecken und Adern, hat einen an-genehmen Geruch, und lasset sich sehr schön policen, da-her cs auch von den Schreinern zu Verfertigung zierli«chcc Kistlcin aufgesuchet wird. Es ist nicht leicht einBaum, in dessen Holze die Natur mehr gespielct hat,vorzüglich in den Wurzeln desselben, indem sich verschie«

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