16. Gatt. Tamarindenbauni. Tamarinde. 21s
am Ende aber sehr stumpf; und an jeglichem Stiele st« Osti'n»tzen vicrzehen big siebe,.zehen Paar derselben. Diese discheoBlattlcin sind nngcmcin dünn und zart, und geben, indem Tama»sie sich alle Abende niederwärts beugen und zusammenschliessen, ei» Exempel von derjenigen Eigenschaft, welcheman heutiges Tags den Schlaf der Pflanzen zu nennenpflegt; eben dieses thu» sie auch bey regnerischen Wetter,oder bey einem bevorstehende» Sturm oder Ungewitter,und die Blatstielc selber werden bey Nacht unterwärts andie Aestiein hingezogen, gleichsam als wenn sie alsdanndie Blumen oder Früchte beschützen müßten. Die Blu»me» stehen in Büscheln am Ende der Zweige, und wer«den vom Rumph mit den Deilblumen verglichen, wo»runter man die sogenannte gelbe, und nicht die Merzen«
Veilchen verstehen muß. Es stehen nehmlich, wie er sagt,die vier äusserste Blaktlein derselben, welche den Kelchausmachen, kreuzweise, sind ein wenig dick und von blck»chcc Farbe; und innerhalb derselben sind drey Blumen»blaktlein, welche aus einem weisscn Grunde sehr artig mitbraunen Adern durchzogen sind. Diese Blumenblatticinsind viel weicher und schlaffer als die Blattlcin deSKelchs, und enthalten die Staubfaden nebst dem Stem»
psel. Die
Die Früchte, welche man bey uns unter dem Nah« Tama»mcn Taniarinden kennet, sind kurze Hülsen, aber ziemlich rinden,rund und dick, und haben ungefehr die Lange und Breiteeines Fingers; in einigen Landern von Ostindien fallen sie,wie Rumpf, bezeuget, noch etwas größer auö Durchge»hends sind diese Hülsen oder Schotten ciu wenig krummund knoticht, wie welsche Bohnen; innwendig aber inverschiedene Fächer oder Cellen abgetheilt, deren jcgli»che einen plattrundcn Saamcn oder Kern enthalt, wel-cher einem Lupinenk^rne gleich und von gelbbrauner Fac»bc ist. Anfänglich ist diese Hülse graulichgrün, sie be-kommt aber, indem, sie reif wird, eine schmutziggraueFarbe; ihre Schaale ist sehr dünn, und enthalt die gedach-ten Kerne, welche in ihren Fächern sitzen, und mit einer
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