78. Gatt. Seifenbeere. 3spinclu8. 499
Kipfel zu viele Zweige, die mit gefiederten Blattern be, Seifen»setzt sind, welche aus drey, vier, auch fünf Paar lan- beere,zensörinigen Lappen bestehen, die drey bis vier Zoll lang,und in der Mitte etwas über einen Zoll breit sind, anbeyden Enden aber spitzig zu laufen. Die Mitkelribbe,woran diese Lappen sitzen, hat eine häutige Einfassung,die auf beyden Seiten von einem Paar Lappen zu demandern lauft, und in der Mitte zwischen den Lappen ambreitesten ist; die Blatter selbst haben eine blaßgrüneFarbe, und sind sehr steif. Die Blumen wachsen inlockern Aehrcn am Ende der Zweige; sie sind klein undweiß, und machen kein sonderliches Ansehen. Auf die»selben folgen eyrundc Beeren, welche so groß sind, alSmittelmäßige Kirschen; diese Beeren sind manchmal ein«ielit, bisweilen aber sind zwey. drey oder auch vier zu«samilicn gewachsen; sie enthalten unter ihrer mit einemscifenartigen Fleisch versehenen Haut oder Hülle einesehr glatte rundliche Nuß, die, wen» sie reif ist, eineglänzende schwarze Farbe bekommt. Diese Nüsse wuc«den chemalcn in England zu Westenknöpfen gebraucht,die man theils mit Silber, theils mit andern Metalleneinfassen ließ; diese Knöpfe waren sehr dauerhaft, in«dem sie sich nicht abnutzten, uud selten zerbrachen. DirHaut oder das Mark, welches die Nüsse umgibt, wirdin America gebraitcht, um die Leinwand damit zu wa»scheu; allein wenn es zu oft geschiehet, so wird dieselbedadurch zerfressen und verderbt, weil solches sehr scharfund beissend ist.
Der ostindische Seifenbaum wird, nach Rumphs ^Beschreibung, in Java Rarak genennet, und wachset fäff*daselbst von freyen Stücken in den Wäldern auf dem Seifen«flachen Lande, und wird ein sehr hoher Baum mit einem beer-geraden Stamm und einer glatten Rinde. Die Blatter bäum.stehen bald Wechselsweise, bald gerade gegen einanderüber, und sind gefiedert, so daß an einer langen Mittel«ribbe bey jungen Bäumen zehrn bis zwölf, bey älter»
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