soo Zwote Classe. Siebenter Abschnitt.
Seifen« aber nur acht oder jehen Paar den Pfersichblattcrn ähnebeere, liche Lappen sitzen, und am Ende der Mittciribbe zuwei«len, jedoch nicht immer, noch ein einzelnes oder unalei«chcs Blat befindlich ist. Aus den Winkeln der Blat»stiele entstehen die Blumen, und auf diese folgen kugel»runde Früchte, welche' etwas größer find, als eine Flin»lenkugel, und anfänglich eine gelbe, hernach aber, wennsie reif sind, eine rothe Farbe haben, und unter einernicht sonderlich dicken fleischichten Haut einen rundenschwarzen Stein oder Nuß enthalten, als eben zuvorvon den westindischen Seifenbeeren ist beschrieben wer«den. Man gebraucht diese Früchte in Ostindien ebenso, wie in America, nämlich als Seifenkugcln, um dieHände, und auch die Leinwand damit zu waschen, wel«ehe zu dem Ende in warmen Wasser mit diesen Nüssengerieben werden, wiewohl man wahrnimmt, daß dieserscifenhafte Saft ein wenig scharf ist, und mit der Zeitder Leinwand Schaden thut, indem er sie nach und nachzerfrißt. Die Chineser bringen ganze Sacke voll solcherSeifennüsse nach Amboina und andern Gegenden vonOstindien, wo sie nicht wachsen, zum Verkauf; in Javagebraucht man sie zum Putzen der Borden und andernSilberwerkS.
Seifen« Schon Clustuv gedenket dieser Seifennüsse oderbeere Geiffenbecre, und beschreibet sie, daß sie so groß seyen,oder als Gallapfel, und unter einer fleischichten Hülse oderSeifen« Schaale eine runde, glanzendschwarze Nuß oder Stein,nussc. l(in ehalten, in welchem ein weisser mit einem röthli,
T b chen Hautlein bekleideter Kern liege, wie in den Hasel»
VIIJ* nussc»; dieses Gteinlein scye so groß als eine Kirsche,«§. A. und liege ganz frey in der Schaale, so daß eS ein we»nig darinnen hin und wieder falle. Diese Beschreibunghat auch Herr Hsurruyn an einigen solchen Seifennüs«sen richtig befunden, welche er in seiner eigenen Natu.raliensammlung hatte, und von denen eine Tab. VIII.ßg. A. hier in natürlicher Größe nebst ihrem Steinlein
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