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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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522
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522 Zwote Classe. Achtem Abschnitt.

korbcer. daß derselbe zur gegenwärtigen Gattung gebore, wieschon vor dem Linncu« voni Herrn Earrheuser in sei-ner Mat. med. geschehen ist; und eS ist allerdings zuhoffen, daß künftige Untersuchungen diese Muthmassnng,welche noch übecdicß auf das Ansehen des geschicktenRumph gegründet ist, bestätigen werden. Man be-komnit von diesem Baume eine Rinde, welche ungefehrzu Ende des vorigen Jahrhunderts in Europa unterdem Namen Culilawan, oder bittere Zimmctrinde,Cortex Culilaban, Culilawan, Coeli- Lawan, oderCoelit Lawang, oder auch Cortex caryophylloidesamboineniis, bekannt worden. Diese Rinde gleichetäusserlich am meisten demMutterzinunct, nur ist sie di-cker, und nicht so zusammen gerollt, sondern die Stückesind gemeiniglich so dick als eine Schreibfcdcr, oder nochdicker, und fast ganz flach, auch ist ihr Geruch und Ge-schmack schärfer, und mehr den Gewürznelken ähnlich.

Nach Rumphs Beschreibung hat dieser Baum ?i»nen hohen und geraden, oft bey zween Schuh dickenStamm; seine Blätter sind lanzenförmig, und haben vieleArhnlichkcit mit den Blättern von dem wahren Zinnucttbäum, oder vielmehr von dem Cassjen - oder Muttcrzim-mctbanm. Es sind nämlich die Blätter von allen diesendrey Bäumen mit drey Ribbcn versehen, glatt, steif,und von einem gewürzhasten Geruch und Geschmack;die von den» Zimmetbaum aber sind mehr rund. auchbreiter und kürzer, als die andern, die von dem Cafficn-bäum sind länglich und spitzig, und die Culilawan- Blut.ter gleichen diesen letzkern am meisten, sind aber nochlänger und steifer, und haben einen ganz andern aromati-schen Gcschniack, welcher zwar auch ein wenig zimmctar«tig ist, aber dabey noch etwas ganz besonders hat.Die Aestc dieses Baums steigen ziemlich gerade in dieHöhe, und gebe» viele grüne Zwciglcin von sich, welcheMit krcutzwcise gegen einander überstehenden Blätternbesetzt sind. Diese Blätter stehen auf Stielen, und zwey