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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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523
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79- Gatt. Lorbeer. Lauras. 52z

und zwey gerade gegen einander über, so, daß immer Lorbeer,ein Paar mit dem andern ein Kreutz macht. An denjungen Baume» ist ein jedes Blai ohngcfebr eine Span«

»e lang, und vier Qucrfinger breit, bey den allen Bäu-men aber sind sie kleiner; sie sind spitzig, steif, glatt,glänzend und trocken, auf der obern Seite hellgrün,und auf der untern blaß und graulichtgrün; und ihredrey Ribbcn ragen sowohl auf der obern, als auf deruntern Seite hcrfür. Die Einwohner machen aus die-sen Blättern durch die Destillation ein Del, welches mitdem, so man aus der Rinde bekommt, einerley Eigen-schaften und Kräfte habe» soll. Die Früchte diesesBaums zeigen sich >m April und sind länglichrunde cichcl-förimgc Beere, welche mit dem untern Theil in einemkleinen sechszähnigcn Kelche festsitzen, und unter einer flei>schjchicn Haut einen gespaltenen, dunkelrotbcn, harkenKern ciithalten , wie die Lobccre. Diese Früchte fallenöfters größiemhcils ab, ehe sie reif werden; und einigebekommen einen gewissen Auswuchs, der vermuthlich vonInsekten herrühret, da sie dann so groß wie kleine Oli-ven werden, endlich aufspringen, und ein gelbes Mehlherausfallen lassen, aber fast keinen Kern haben. AuSden Früchten aber, welche reif und gut sind, keimen bald,nachdem sie abfallen, junge Bäumlein auf. Dieser Baumwächset auf den südlichen und östlichen molnccischen In-seln, insonderheit in waldichien und bergichten Gegendenvon Amboina; seine äussere Rinde ist wcißgrau, und dieinnere zimmetfacbig, welche allein gut ist, und vonder äusser» vorhero gereinigct werden muß. Diese Rin-de wird in Indien auch Salackar oder Salackal, am ge-wöhnlichste» aber Coeli-lawan gencnnet; die Indianermachen daraus allerhand Salben, theils um sich damitwohlriechend zu machen, theils um kalte Geschwülsten undGliederschmerzen damit zu vertreiben; auch wird ein sehrgutes Ocl daraus dcstillirk, welches theils nach Sassafras,theils nach Gewürznelken riechet. Der Geschmack undGeruch dieser Rinde ist, wenn man sie frisch und gut

bekommt.