666 Zwote Classe. Zehenter Abschnitt.
Spoki« tet , und werden häufig bey Tische aufgestellt, und Sloa»
Lias. ne sagt, daß sie auch die Pferde, Ochsen, Schweine,und andere Thiere gerne fressen. Dieser Baum lassetsich aus Ablegern so leichtlich fortpflanzen , daß, wennnian einen mit noch kleinen Früchten beladene» Ast ab»schneidet und in die Erde steckt, man öfters mit Ver-wunderung siehet, wie dieselbe zeitig werden , daß mansie abbrechen und essen kann. Die Einwohner in Domin«go pflegen daher aus den abgeschnittenen Acste» Heckenzu machen , welche man in wenigen Monaten hernachBlumen und Früchte tragen sieht. Auch hat dieserBaum das besondere, daß, wenn man seinen Stamm aufeine gewisse Höhe abhauet, daß alsdann, insonderheitwenn er an feuchten Orten stehet, sehr lange, gerade, undganz einfache, nnzertheilte Aeste hcrvocwachscn, welcheder ganzen Länge nach mit vielen Blättern hin undwieder besetzt sind, so daß ein Unwissender meynenkönnte, es scye ein ganz besonderer und verschiedenerBaum. Dieser Baum wächset in der Gegend von Car»thagena wild, von da aus ist er auf die cacibischcn Inselngekommen, und wächset nun in Oomingo, Jamaika,Curacao, und der St. Martinsinscl sehr häufig, aufden meisten andern aber findet man ihn selten ; er wirdvon den Spaniern Cirvelo , ein Pflaumenbauni, undvon den Franzosen l'runier 6' Espagne, und von denEngländern Spanish plum-tree , spanischer Pflaumen-bäum, gcnennct.
Obschon aber Sloane den jctzlbcschciebenen Baum,lVlyrobalanu;, nennet, so kommen doch die in den Apo-thccken gebräuchliche Myrobalanen nicht von demselben;als welche sämtlich nicht aus Amerika, sondern ausOstin»dien zu uns gebracht werden. Man hat nämlich in denApokhccken fünferlei) Sorten, welche Myrobalani in-dae, bel/iricae , chebulae , citrinae und emblicaeheissen. Die Myrobalani emblicae kommen von einerArt Phyllanthus, so an ihrem Orte wird abgehan-delt