s6i. Takt. Baldrian. Valeriana. I8Z
niedrige, unten kriechende, und an den Gelenken würz-Bal-lende Stengel, welche unten mit Blättern van o&^c» Ariern,mcldtcr Figur besetzt sind. Am Ende dieser einfachen,nach oben zu aufrechten und fast »ackeren Stengel ent-springen zwo biS vier Blumenwirtcl, die mit einandereine Aehre bilden; die untere Wirket bestehen je auszween Blumenstielen, deren jeglicher drey Blumen trägt,an Den obern Wirteln aber trägt jeder Blumenstiel nur«ine Blume. Bisweilen sind die Blumenstiele verlän-gert, und bilden eine» stachen Strauß. Die Blumensind klein, und ihre Blnmcnkrone ist an der Spitze vonaussen plirpurrokh und inwendig aschgrau, au der Röhreaber gelb. In den Gärten ist diese Pstanze sehrschwer zu ziehen; denn da sie ursprünglich auf sehr bo-hrn steinigten Gebirgen wächst, die mit Moos bedecktsind, und wo der Schnee sechs biS sieben Monate langliegen bleibt; so will sie durchaus eine sehr kalte Lage, undeinen steinigten, mit MvoS bekleideten Boden haben.
Ihre Wurzel und Stengel haben einen sehr starken unddauerhaften , gewürzhafken Geruch und Geschmack; undVerdiente, nach dcS Hcrni V 0 N Hglltts Zeugniß, zumGbrauch in der Arzncykunst eingeführt zu werden. Auchwaren ihre Kräfte ältern Aerzten nicht unbekannt; undnoch hcutjutag wird sie ar>S Oesterreich und Italien in gros-ser Menge nach der Türkcy verkauft.
ia) Knolliger Baldrian. Valeriana Zehntetuberosa. Art.
Mit dreyfadigen Blume»; und Blattern, von denen Unters,die unterste oder Äurzelblaiter lanjenförmig.und »ichen.ganz, die übrige aber in Qucrstücke zertheilt stud,'Valeriana floribus trianuris; foliis radicalibuslanceolatis integerrimis, reliquis pinnatifidis.
L 1 NN. Syst veg. p. 7;. Sp. pl. 46. GER.
Prov. 218 Nardus montana, radice olivari,et oblonga. C. ß \UH. pin. i 6 j. Nardusmontana. C&M. Epit. p. 15.16.