Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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Lyr Vierte Classe. Vierter Abschnitt.

** Mit borstiger Frucht, (k'ructu hi-spido.)

izt« 19,) Nördliches Labkraut. Galium

Art. Boreale.

Unter, Mit lanzettförmigen, dreyrtbbigen , glatten, zu vier

schei«

dungs-

zejchen.

stehenden Blattero; aufrechtem Stengel; undborstigen Saanicu , Salium folii* quaternis lan-ceolatis, trinerviis, glabris ; caule ereelo; fe-minibus hispidis. LiNN. Sylt. veg. p. 127.8p. p. 156. Fl. Läpp. 60. Fl. Suec, n. 124.Hort. Cliff. 64. ROY Lugdb. 257. HALL.Helv. 450. SCOP. Fl. Carn. n. 151. Rubiapratenlis, laevis , auelo folio. C-BÄUH.pin.333. prodr. 145. BUR.S XIX. 15.

Diese Art wächst in den mitternächtigen Län,dem von Europa, auch i» Oesterreich, in der Schweiz,lind bey Leipzig auf den Wiesen häufig; durch ganzSchweden ist sie sehr gemein, und wird in Finnland,wo die Weiber mit ihrer Wurzel Wolle und wolleneZeuge roth färben, Mattara genennet. Sie hat eineprrennirende, lange, schwarz,othe Wurzel, und einenaufrechten, glatten , eckigen, zween bis vier Schuh ho-hen Stengel, welcher nur an dem Gipfel einige auf»rechte, sehr ästige, und fast ganz nackete oder blatloseZweige treibet. Die Blatter, welche am Stengeldurchaus zu vier stehen, sind ungefehr einen Zoll lang,ziemlich breit, lanzenfbrmig, hart, und am Rande zu«rückgebogen. Die Blume» sind weiß, und wachsenam Ende des Stengels und der Zweige in Rispen.Das Kraut dieser Pflanze ist sowohl frisch als trocken«in trrfliches Futter für das Vieh; und ihre Wurzelfärbet die Wolle sehr schön roth, wenn sie zu Pulvergestoßen , eine Stunde lang in dünnem Bier damitgekocht wird, insonderheit wenn die Wolle vorhero mitBirkrnlaub gelb gefarbct ist.

20 .)