Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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302 Vierte Classe. Vierter Abschnitt.

Rothe» dungszeichcn an, daß ihre Blätter jährlich verwelken undabfalle», da ftc hingegen bey Den andcrn perennirciivfind. Um des starken Gebrauchs willen, den man vonjhr.ii Wurzeln in der Färbcrcy macht, wird diese Pflan-ze in Den meisten südlichen und gemäßigten Ländern vonEuropa mit Fleiß in Menge gezogen; sie wächst aberauch nicht nur in Syrien, und der Levante, sondernauch in den südlichen Ländern Von Europa, und selbstin der Schweiz und Pfalz wild. Sie heißt beymDioscorides Rr>chKrodanon, und wird im Deutscheninsgemein Gmpp, oder Färbttröthe, Färberwurz;Von den Ikaliänern Ixubbia oder Garanza * Don 5cnSpgniern Ruvia; Von den Franzosen GaraNLL; von.den Engländern Madder; und von den HolländernMee oDtrMeede, ingleicheu Krappe ctcrMefkrapgeneunct. Die zahme Sorte, die gebaut wird, unter»scheidet stch Von der wilden fast bloß durch die Größe,und wenigere Haare. Die Stengel dieser Pstanzc gehenjährlich sammt den Blätter» zu Grund; ihre Wurzelnaber sind perenuirend, eines Gänsekiels, oder höchstens,eines Fingers dick, und sehr lang, indem ste oft überdrey Schiih in dcu Boden hinablaufen, ste bestehen ausGelenten oder Absätzen, au denen ste sehr fascricht stnd,haben eine flcischichie aussen dunkelrothe, nach innenzu und in der Mitte aber blässere Substanz, und trei.bcn oben, wo ste stch in ein Haiipt vereinigen, VieleNcbenwurzeln, die sich gerade unter der Oberstäche desErdbodens sehr weit ausbreiten, und im Frühling neueSchößlinge hervorbringen, und dadurch zur Vermeh-rung der Pflanze diene». Die Stengel sind viereckigmit Gelenken versehen, und sehr weitschweifig j sie wer-ben in einem guten Boden vier, fünf bis sechs Schuhlang, ja ste erreichen, wenn man ste unterstützt, biswei-len eine Höhe von sieben bis acht Schuhen, und habenviele an den Gelenten gerade gegen einander über ste-hende Zweige. Die Blätter stehen an den Zweigen undoberst am Stengel zu vier bis fünf, übrigens aber

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