Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
Seite
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s?i. Gatt. Röche. Rubia. z<sf

«vlb die Knochen, und ;war letztere vornämlich ziemlichstark und dauerhaft roth davon gefärbet werden, wel-ches auch bey Menschen geschiehet. Diese den Altennicht ganz unbekannte Eigenschaft haben unter denNeuern tzornamlich §)U HstMel, Völ)Mek/ und Stein-Meyer durch Erfahrungen und Versuche nicht alleinzu bestätigen, sondern auch in einiges Licht zu setzen sichbemühet. Dioscorides und Galen bemerkten schonbaß bey Sem Kranken wahrend dem Gebrauch derFar-berröthe der Urin öfters ganz roth abgehe; und mcyn-ten deswegen, sie treibe sehr stark auf den Urin, s» daßselbst Blut mit demselben weggetrieben werde. DieserIrrthum gab ohne Zweifel Anlaß diese Wurzel so sehrbey iQuetschnngen zu empfehlen, indem man sie kräf-tig genug glaubte, das nach einem schweren Stoßoder Fall im Leibe ausgetretene und geronnene Geblütaufzulösen, und durch Schweiß und Urin aus dem Leibezu führen. Und eben so übereilt schlössen einige neuereAerzte daraus, daß durch ihren Gebrauch die Knochender Thiere roth werden, auf eine vorzügliche Wirksam-keit derselben in rachitische» Umständen und ander» ähn-lichen Krankheiten der Kiwchen; denn an der Richtigkeitder Ecfahrungsbeweise, welche man zu Gunsten dieserauf allzuseichren Gründen beruhenden Meynung anführenwird, darf noch wohl gezweifelt werden. Man sehehierüber ausser Cartbeusers und Vergius Mat-med. eine lesenswürdige Probschrift des sel. HerrnProf. Oelingers de viribus Rubiae tinctorumantirachiticis. Tub. 1769.

r.) Fremde Rötbe. Rubia pere- Zwotegrina, Art.

Mit pttenntrenden, gleichbreitcn, auf der Oberflache Unters,glatten Blattern, Rubia foliis perennantibus, zeichen,linearibus, supra laevibus. LINN. §vst. ve£.p. 128 Sp. pl. 158. Mant. 330. MILL. Did.n. 3, Rubia foliis quaternis. ROY, Lugdb.

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