3 54 Vierte Classe. Vierter Abschnitt.
Soken» ^5bloem, und von den Franzosen Chapeau d’Eve-
Jsume genennet. Ihre Wurzel ist percunir.nd Ni.d krie-
chend ; und breitet sich lehr weit aus, wenn man sol-ches durch jährliches Versetzen nicht hindert, insonder-heit wo ste an einem schattigen Lee steht. Sie treibtverschiedene Stengel, die uygcfeyr einen Zoll hoch,rund, einfach und nackct sind ; am Ende eines jedenStengels entspringen drey lange Blattstiele, dcrc,! jfg,llicher sich in drey kleinere, die öfters wiederum drey.»heilig sind, zertheilet, so daß sie also einfach - oderzweyfach. drcyblätteriq sind. Die Blätter sind herzfbr.»nig - länglicht, spitzig, und am Rande fein sagenartig-gezähnt und an den Zähnchen etwas haarig. Unter,halb den Blattstielen entspringt eine nackctc , lockereDlumenrraube, welche ungefehr init den Blattstielengleiche Länge hat, und aus drey bis vier Scikenstielchcnbestehet, deren jegliches zwo oder drey mit einem röth-lichen Deckblättleiu verschone Blumen trägt. Dies»Blumen sind sehr schön, indem sowohl ihre^Kclchbläkt-lein, welche sehr leicht abfallen, als die Blumenblätk-lein röthlich, und letztere innwendiq am Rande gelb ge-streift sind; die Nektaricn sind gelb, und sitzen als um-gekehrte Bechcrchen an der Basis der Blnmenbläkilcin;der Griffel ist grnnlichtgelb, und hat an der Basis ei-nen rothen Ring. Die Blnthzeit dieser Pflanze ist imMay; und ihre Blatter fallen im Herbst ab; die kleinespitzige Schoten, so auf die Blumen folgen, sind zwey»schaalig, und enthalten eine Reihe von vielen sanglich»trn Saamrn. Die Blätter habe» einen bitteren Ge.ßHmack, und werden für gift- und schweißtreibend gehst»ß«ii; siehe Boerhav, Hist. plant. p. 388.
b.) aaste