Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
Seite
472
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Erste

Art.

Unter«

schei.

dungs«

zeichen.

Iwote

Art.

Unters.

zeichen.

47r Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.

1. ) Europäische Covtnse. Cortusa Mat-

thioli.

Mit Blumenkelchen, welche kürzer sind, als die 93 !»'menkronc, Cortusa calycibus corolla breviori-bus. LINN. Syst. vcg. p. 1 63 . Sp. p! 206.Hort. Cliff. 50. ROY. Lugdb. 414 MÜLL.Dict. n. 1. ALLION. AB. Helv. 4. p. 271.Cortnla Matthioli. CI.US. Hist. 1. p 307.CAM. Epit. 728. Sanicula montana latifolia,odorata. C. BÄUH. pin. 243.

Diese Art wächst nicht allein in Sibericn, son-dern auch anf den Alpen in Italien und Oesterreichwild ; man sau sie auch in den Gärten ziehen, wo sieeine schattige Lage und einen leichten, mageren Todenwill, und im April blühet. Sie treibt aus einer fast«richten Wurzel rundlichke, eckige und gezähnte, auflangen Stielen stehende Blatter, welche ganz grünsind, und einen hitzigen Geschmack und starken Geruchhaben. Aus der Mitte dieser Blätter entspringt einBlumenschaft, welcher manchmal bey zween Schuh hochwird, und am Ende eine schöne Dolde von wohlriechen-den divletrothen Blumen trägt.

2. ) Siberische Cortuse. Cortusa Gmelini.

Mit Blumenkelchen, welche langer sind, als die 551 »»menkronc, Cortusa calycibus corollam exceden-tibus. LINN. Syst. veg. p. 163. Sp. pl. 206.Ämoen. acad. 2, p. 340, GMEL. Fl. Sib. 4.p. 79. t. 43. f. 1.

Diese Art komint in der Gestalt ziemlich mitder vorhergehenden übercin; ihre Blätter aber sind nie«renförinig. her förmig, haarig, und am Rande in rund-lichte Lappen oder Kerben zertheilt, und stehen auflängeren Stielen. Die Dlumcnschäfte tragen meistens«ine Dolde nur von drey Blumen, welche weiß sind,und deren Dolde», Hütte aus eyrunden Blättlcin besteht.

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