Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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6sz. Gatt. Bleywurz. Plumbabo. 507

I^erbo enrabiado oder enrazado ; von den Fran- Bley«zoscn IVIalberbes, oder Hentillaire, Oentelaire, ^^rz.oder Herbe au Cancer, von den Engländern Lead-WOrtJ und von den Holländern Loodkruid genen«rcf. Sie hat eine pcrcnnirende Wurzel, welche tiefin den Boden hinabgeht, und sich nach allen Seitensiark ausbreitet; und treibt aus derselben Viele, auf-rechte, gestreifte, zween bis vier Schuh hohe Stengel,die stch nach oben zu in zähe, ruthenförmige Zweige zer-theilen, und mit ungesiielkcn, grünen, lanzettförmigenBlättern besetzt sind. Am E>idc des Stengels und derZweige wachsen Büschel purpurrother oder wcisscr Blu-men, deren Kelche klebricht, von vielen Borsten oder klei-nen gestielten Drüßchen ganz rauh, und über diß nochaussen an der Basis mit fünf Kuöpfchen besetzt sind; derdarauf folgende Saame ist schwarz. Diese ganze Pflan-ze hat einen sehr scharfen und brennenden Geschmack,und ist von einer äzenden Eigenschaft; und wird aufgleiche Weise, wie die Bertramwurzcl, von einigenwider das Zahnweh empfohlen, wenn man ihre Blätteroder Wurzel entweder auf die Schlafe oder auf denschmerzhaften Zahn selbst legt. SllUvages ( Hist.de l’acad. de Par. 1739. p. 471.) erzählet dieGe-schichte eines Mädchens, welches sich mit dem Decokt die-ser Pflanze, um die Kratze zu heilen, gewaschen hatteund davon ain ganzen Leibe gleichsam lebendig geschun-den wurde; mit glücklichem Erfolge hingegen bedientesich ein Wundarzt des mit ihren Blättern infundirtcnBaumöls, um tief gcwurzelte, und weil sie an Knochenangewachsen waren, für unheilbar gehaltene Krebse oderkrebsartige Geschwüre zu heilen, er schmierte es täglichdreymal auf, und setzte dieses so lange fort, bis derKranke von dem Aufschmieren keinen lebhaften Schmerzmehr fühlte, welches ungefehr nach fünfzehn Lagengeschahe.

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2.) Zey-