Dritte
Art.
Unter-
schei-
dungS-
zeichen.
6i8 Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.
z.) Langblumige Wunderblume. Mirabi-lis longiflora.
Mit sehr langen, ein wenig unter sich lebenden, inHaustein am Ende des Stengels beipammcn sitzen»den Blumen; und etwas raube» Blattern; Mi-rabile floribus congestis, longiilimis, (hbnu-tantihus, terminalibus; foliis (ubvillosis. LINN.Syst. veg. p 182. Sp. pl. 2>2. Amoen acad.
4. p. 268. Atf Stokholm. 175^ p 176. t 6.f. 1 A.zoyatl, Mirabilis Mcxicar.a. HERN.Mex 17 f. M 1 LL. Ditt. n. 3.
Diese Art kommt in der Gestalt mit den bey,den vorhergcbendcn übcrcin; sie wachst aber geineinig-tich viel höher, und hak schmälere oder lauzenfbrmigeBlatter, und die Blumen sind weiß, und eines FinqerSoder einer Hand breit lang; auch ist die ganze Pflanze !haarig und sehr klebricht anzufühlen. Herr läZlrdllsch !in seinem alphabeuschc» Vcrzcichniß der Gewächse meyut, <diese Pflanze liefere die Jalappcn - Wurzel der Apothe-ken» welches aber obqcdachtermaffeu nick t wahrscheinlichist ; und Hernanbe; schreibt ihrer Wiirzcl so gar eineder Ialappc ganz entgegengesetzte, nämlich zusammen-ziehende , Magenstärkende und Windireibende Eigen-schaft zu, und sagt, daß sie einen Geruch und Ge-schmack habe, fast wie Anis, jedoch mit einiger Schärfe.
Alle diese drey Pflanzen wachsen in Mexico aufkalten Gebirgen an schaktichten Orten; fle haben großerübenförmige Wurzeln ; und werden wegen der Schön-heit ihrer Blumen auch in Europa zur Zierde 111 denGärten gezogen, wo sie» und zwar selbst in England iindDeutschland, gut in freyer iuff fortkommen » und ins-gemein «m Julius, August und September zu blühenpflegen, und auch öfters reifen Saamen bringen. Ih-re Blumen öfucn sich nur deS AdendS nach Untergangder Sonnen, und schlicssen sich deS Morgens, sobalddie Sonne aufgehet; nur bey kühlem, trübem undneblichtem Wetter bleiben sie auch den Tag über offen;die Nacht hindurch geben sie, insonderheit die von der
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