Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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b) 3 f. Gatt. Stechapfel. Datura. 6zs

Dies« Art ist ursprünglich in Amerika zu Hau- Stech«se , wächst aber gegenwärtig in ganz Europa, sowohl tn apfct.den nördlichen, als südlichen Länder» desselben häufig ge-nug wild; und wird insgemein neben den Häusern, anden Strassen und auf Schutt von allerhand Auskehrichtangetroffen, wo sie fid> durch ihren Saaincn jährlich vonselbst oft in großer Menge forkzupfianzen pflegt. Sieblühet insgemein bom May bis in den August, undträgt im Herbst reife Früchte; ihre Saaincn könnenein ganzes Jahr auf der Erde liegen, ohne ihre Kraftzu keimen zu verliere». Sie wird wegen ihren stachlich.ken Früchten insgemein Stechapfel; Von den Englän-dern Thorn-Apple; von den Holländern Dooru-Appel ; und von den Franzosen Pomme dpineusegcnennetz letztere nennen sie auch l’endormie; imlateinischen heißt sie Stramonium oder StramoniaJbey den Türken Datula,* bey den Zlrabern Marana;und bey den Spaniern Burladora. Ihre Wurzel istweiß, und hat viele. Fasern; sie treibt einen aufrech,ten, ästigen, zweytheiligeu Stengel, welcher ziemlichdick, rund, und hellgrün ist, und insgemein zween,höchstens drey bis vier Schuh doch wird; die Blätterstiid cyrund, spitzig, am Rande durch halbmondförmigeAushöhlungen ungleich ausgezackt mit spitzigen Zähnen,und fast eine Spanne lang , und stehen ohne beson creOrdnung auf Stielen, die nicht gar so lang sind alssie selbst. I» den Winkeln der Zweige und au den En-den derselben entspringen einzcle, sehr kurzgesticlte, auf»rechte, ungefehr Fingers lange Blumen, deren Blumen-krone weiß ist, und eine große, fünfeckige Mündunghat, die an jeder Ecke in eine schmale, dünne Spitzeauslauft. Die darauf folgende Früchte sind ungefehrso groß , als eine reife welsche Nuß samt der Schaale,und über und über mit kurzen dicken, scharfen Stachelnbekleidet; sie zertheilen sich, wann sie reif sind, in vierSchaalcnstücke, und haben innwendig vier, mit schwar-zen , nierenförmigen» runzlichten Saamen angefüllte

Rr 4 Fächer.